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Ernährung
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Diäten im Fokus

Worum geht’s:

Die Nulldiät hat keinen Erfinder, sondern entstand vermutlich aus den verschiedenen Fastenkuren mit religiösem Hintergrund. Durch Mundpropaganda wird diese Diät weiterempfohlen oder Schauspielerinnen aus Hollywood leben diese vor.

Bei der Nulldiät verzichten Sie völlig auf Nahrungsaufnahme. Nur kalorienfreie Getränke und Wasser sind erlaubt. Die Nulldiät kann als strenges Fasten bezeichnet werden. Viele nehmen dazu Ergänzungsmittel ein, um die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen zu gewährleisten. Am Anfang der Diät werden Sie sehr starken Hunger spüren, der nach und nach verschwindet. Die Gewichtsreduktion bei dieser Diät liegt bei etwa 350 bis 450 Gramm pro Tag. Am meisten verlieren Sie Wasser durch den Glykogenabbau (Speicherkohlenyhdrate im Muskel). Darum haben Sie die ersten Tage auch das Gefühl, sehr schnell und sehr viel abzunehmen. Doch wenn Sie Ihrem Körper nichts mehr zuführen, wird er bald körpereigene Energie, das heisst vor allem Körperfett sparen, indem er den Stoffwechsel drosselt.

Wenn Sie nun weiter abnehmen, dann weil Ihr Körper beginnt, Muskelmasse abzubauen, um lebenswichtige Stoffwechselfunktionen aufrechtzuerhalten.

 

Vorteile:

  • Da Sie anfangs schnell abnehmen, kann das Ihre Motivation fördern.
  • Da Sie keine Nahrung zu sich nehmen, müssen Sie auch keine Kalorien zählen.
  • Sie müssen für diese Diät wenig Geld ausgeben.

 

Nachteile:

  • Sie verlieren durch die Nulldiät sehr viel Wasser. Denn der Körper baut in einer Hungerphase zuerst Glykogen ab, das an Wasser gebunden ist. Dies führt zum Trugschluss, dass Sie viel abnehmen.
  • Danach werden Sie wegen der fehlenden Energiezufuhr körpereigene Proteine wie Muskelmasse abbauen, Sie verlieren also Muskeln. Fettmasse wird erst später abgebaut, meist erst dann, wenn Sie schon wieder normal anfangen zu essen, weil Sie die Diät nicht mehrere Monate durchhalten.
  • Dabei stellt sich der Jojo-Effekt ein, bevor Sie wirklich Fett verbrannt haben. Denn der Körper stellt bei fehlender Energiezufuhr auf den Sparmodus um und drosselt den Stoffwechsel, um Körperfett länger zu speichern.
  • Selbst wenn Sie sich Vitamine und Mineralstoffe zuführen, können Sie wegen fehlender Nahrungsaufnahme schnell in eine Mangelernährung rutschen, was Sie zusätzlich schwächt. Schon innert weniger Tage können Symptome einer Mangelernährung auftreten: Sie fühlen sich müde, matt und schwach, haben Kopfschmerzen und Schwindelgefühl, sind unkonzentriert und fühlen sich zittrig.
  • Durch die Diät lernen Sie nichts über Ihre Ernährung und nach der Diät werden Sie rapide mehr zunehmen, als Sie zuvor auf den Rippen hatten.

 

Bewertung der Null-Diät

0 = nicht vorhanden, 1 = in Ansätzen vorhanden, 2 = gut, 3 = sehr gut

  • Sind alle Nährstoffe abgedeckt? 0
  • Praktikabilität + Finanzen: 1
  • Langfristige Erfolgsaussicht (Lernerfolg): 0
  • Ganzheitlichkeit: Bewegung, Psychologisches, Wissen: 0
  • Gesamtbewertung 0.25: nicht empfehlenswert

 

Fazit:
Wenn Sie eine Fastenerfahrung machen wollen, können Sie die Nulldiät kurzfristig durchführen. Für eine langfristige Gewichtsreduktion ist sie nicht geeignet. Längerfristig durchgeführt, fördert sie eine Mangelernährung.

Autor
Natalie Zumbrunn
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So ganz ohne - kann das gut gehen?
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