Eisenmangel, was soll ich tun?

Ich habe seit längerem einen Eisenmangel. Mit Eisentabletten (die mir mein Hausarzt verschrieben hat) versuche ich es seit einem halben Jahr, aber ohne Erfolg. Nun habe ich von einer Freundin gehört, dass es eine Eisenspritze geben soll. Kennt das jemand? Oder hat das bereits jemand gemacht?
Danke für eure Hilfe.
Gruss Hélène Wegelin.

Eisenspritze

Ja, seit November 07 gibt es die «Eisenspritze» namens Ferinject®. Der Vorteil dieses Präparates gegenüber herkömmlichen Eiseninfusionen ist, dass es in kurzer Zeit in höheren Dosen verabreicht werden kann.
Die Verabreichung von Ferinject® wird von der Swissmedic nur dann unterstützt, wenn ein diagnostisch gesicherter Eisenmangel vorliegt, bei welchem eine orale Eisentherapie ungenügend oder gar nicht wirksam ist (in deinem Fall also auch). Wenn du eine Leberinsuffizienz oder eine Niereninsuffizienz hast würde ich von der Eisenspritze abraten, denn darüber gibt es noch keine Untersuchungen. Auch bei chronischen Infekten ist davon abzuraten.
Als Nebenwirkung können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Allgemein sind die Nebenwirkungen von Ferinject stärker ausgeprägt als bei einer herkömmlichen Infusion. Lass dich am besten auch von deinem Arzt beraten.

Mehr Informationen über Medikamente findest du auch unter: http://www.kompendium.ch/MonographieTxt.aspx?lang=de&MonType=fi

Viele Grüsse Kai Andersson

Eisenmangel

hallo Frau Weggelin

Brauchen Sie weitere Infos oder reicht Ihnen der Tipp zu den Medikamenten? Liebe Grüsse, Natalie Zumbrunn

Eisenmangel

Eine meiner Mitarbeiterinnen ging nicht nur regelmässig fürs «Eisenfixen» zum Arzt, wie sie das nannte. Sie ass während der Arbeit auch viel Bündnerfleisch und behauptete, das helfe gegen Eisenmangel. Weiss jemand, ob das wirklich hilft?

Eisenmangel

Fleisch ist eine weitere gute Möglichkeit, mit dem Essen Eisen aufzunehmen.
Wir unterscheiden zwei Sorten von Eisenquellen: das Häm-Eisen aus tierischer Herkunft, welches unserem Menschen-Eisen im Körper sehr ähnlich und daher wertvoller ist und das Nicht-Häm-Eisen aus pflanzlichen Quellen. Um das Nicht-Häm-Eisen besser resorbieren zu können, ist es sinnvoll, diese Lebensmittel mit einer Vitamin C-Quelle zu kombinieren.
Zu den tierischen Eisenquellen gehören: rotes Fleisch, Eidotter.
Zu den pflanzlichen Eisenquellen zählen: Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Linsen etc, Vollkorn-Stärkeprodukte wie Vollkornbrot, Vollreis. In kleinen Mengen ist Eisen auch enthalten in grünem Gemüse wie Spinat, Peterli, Löwenzahn, Schwarzwurzeln.

Der Eisenbedarf liegt bei der menstruierenden Frau bei 15 mg pro Tag, beim Mann oder der nicht menstruierenden Frau bei 10 mg pro Tag. In der Schwangerschaft erhöht sich der Bedarf auf 30 mg pro Tag, in der Stillzeit auf 20 mg pro Tag. Das Eisen bindet den Sauerstoff in den roten Blutzellen und ist wichtiger Bestandteil von Enzymen. Fehlt es an Eisen, werden wir müde, schlapp und unkonzentriert.

Ein paar Zahlen als Hintergrundinformation:
100 g Rindsschnitzel enthalten 2.2 mg Häm-Eisen.
100 g Pouletschnitzel enthalten 1.0 mg Häm-Eisen.
1 Hühnerdotter enthält 1.3 mg Häm-Eisen.
100 g rohe Kichererbsen enthalten 6.1 mg Nicht-Häm-Eisen. (Für eine Mittagessen-Portion werden ca. 50 g gerechnet.)
100 g Vollkornbrot enthalten 1.7 mg Nicht-Häm-Eisen.
100 g Spinat 4.1 mg Nicht-Häm-Eisen.

Viel Erfolg!

Eisenmangel und Müdigkeit

Hallo Frau Hochreutener
Grundsätzlich ist das eine Möglichkeit. Falls Sie in nächster Zeit sowieso einmal zu Ihrer Gynäkologin oder Gynäkologen oder einem anderen Arzt gehen, lassen Sie doch Ihr Eisen im Blut bestimmen.
Müdigkeit kann verschiedene Ursachen haben: unruhig schlafen, Störungen in der Nacht, Stress und Auftregung, zu viel oder zu üppig gegessen oder, oder, oder ... Aber es lohnt sich bestimmt, zu versuchen, möglichst viele Dinge auszuschliessen.
Viel Erfolg dabei.

Liebe Grüsse Natalie Zumbrunn

Der Mann, der alles über Eisenmangel weiss

Wenn ich meinen Namen google, um zu erfahren, wer welche Texte von mir ins Internet gestellt hat, stosse ich immer auf einen Arzt, der ähnlich heisst wie ich. Sein Name ist Beat Stephan Schaub.

Von ihm stammt derart viel Literatur über Eisenmangel, er hat schon so viel zum Thema referiert, dass ich schon langsam vermute, er sei der «Erfinder» des Eisenmangels (was nicht ganz stimmt, das Phänomen wurde 1957 beschrieben und von Schaub in den 2000er-Jahren wiederentdeckt).

Auf der Seite http://www.eisenzentrum.org/ez finden sich unzählige Informationen zum Eisenmangel-Syndrom.

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