Gesundheit

Alternative Therapien – Die Osteopathie

Verspannungen und Schmerz Lebewohl sagen.

Gesünder durch sanften Druck
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Die Osteopathie orientiert sich an der Anatomie, der Physiologie und der Pathologie des Menschen. Sie ist eine ganzheitliche Therapie, das heisst, dass der ganze Organismus untersucht und behandelt wird.

Ist im Körper ein Gewebe eingeschränkt, beeinflusst dass dessen Funktion. Mit der Zeit kommt es zu Bewegungsverlusten, die der Körper nicht mehr ausgleichen kann. Es entstehen Symptome wie Verspannungen, Muskelschmerzen, Bewegungsstörungen, Sodbrennen, Menstruationsbeschwerden, Verdauungsprobleme und noch weitere mehr.

Die Grundsätze der Osteopathie:

  • Körperfunktionen werden als umfassendes Ganzes betrachtet
  • Struktur und Funktion sind untrennbar miteinander verbunden
  • Der Körper verfügt über Selbstheilungsmechanismen
  • Eine Therapie basiert auf diesen drei Grundsätzen

In einem ersten Gespräch werden der Gesundheitszustand, die Lebensumstände und aktuelle Beschwerden detailiert abgeklärt Im zweiten Schritt ertastet und erfühlt der Osteopath Funktionsstörungen, löst diese auf und hilft dem Körper so, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Dadurch verbessern sich Beschwerden oder verschwinden gar ganz. Speziell ist, dass der Ort der Behandlung von der Stelle der Beschwerden abweichen kann. Zum Beispiel wird ein Wirbel der Halswirbelsäule gelöst, um Schmerzen in der Bauchgegend zu verbessern.

Anwendungsgebiete der Osteopathie

  • Bewegungsapparat
    Rückenschmerzen, Hexenschuss, Nackenschmerzen, Bandscheibenvorfall, Hüftschmerzen, Schulterbeschwerden, Zustand nach Schleudertrauma, Verstauchungen.
  • Hals-Nasen-Ohren-Bereich
    Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerzen und Migräne, Kiefergelenksprobleme, chronisch wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung oder Mandelentzündung.
  • Internistischer Bereich
    Verdauungsstörungen (Verstopfung, Durchfall, Magenschmerzen, Darmkrämpfe, nicht bei Geschwüren und Tumoren), Organsenkung, Operationsfolgen und Narben, funktionelle (ärztlich abgeklärte!) Herzbeschwerden.
  • Urologischer Bereich
    Nierenprobleme, chronische Blasenentzündung, Inkontinenz, Prostatabeschwerden.
  • Bereich der Gynäkologie
    Regelschmerzen, Menstruationsbeschwerden, in der Schwangerschaft, klimakterische Beschwerden, Unfruchtbarkeit, Vernarbungen und Verwachsungen nach Operationen.
  • Kinderheilkunde
    Schädel- und Gesichtsverformungen, bei Schiefhals, Skoliosen, Hüftdysplasien, Verdauungsstörungen bei Spuckkindern, Lern- und Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität (ADS/ADHS).

Grenzen der Osteopathie
Akute Infektionen (z.B. bakterielle Entzündungen) müssen schulmedizinisch behandelt werden. Das gilt ebenso für Unfälle, Krebs, Tumore, psychische Erkrankungen und andere schwere Krankheiten.

Die Osteopathie ist keine Notfallmedizin, bei akuten Beschwerden, zum Beispiel bei einem Herzinfarkten oder Schlaganfall, muss der Betroffene in ein Spital gebracht werden.

Bei chronischen Erkrankungen, wie Rheuma, kann die Therapie durch die Osteopathie begleitet werden. So können Beschwerden gelindert und die Lebensqualität gesteigert werden. Eine Heilung ist aber nicht zu erwarten.

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