Feste & Feiern

Amelie hilft dem Weihnachtsmann

Weihnachtsgeschichte zum Geniessen

Zusammen eine Geschichte geniessen
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Amelie steht vor ihrem Adventskalender, öffnet das Türchen mit der 16 und isst einen Schokoladenstern. „Noch acht Türchen – das dauert ja noch ewig bis zu Weihnachten.“. Ihre Mutter lacht und meint: „Mir vergeht die Vorweihnachtszeit immer viel zu schnell. Ich habe noch so viel zu tun.“
Amelie setzt sich an den Frühstückstisch. Heute ist Samstag und sie weiss nicht, was sie den ganzen Tag machen soll. „Warten ist langweilig, Mama. Kann ich Dir etwas helfen?“. Die Mutter ist froh und gibt Amelie die Aufgabe, die Weihnachtskarten für Oma, Opa, Tante Lise und viele weitere Verwandte und Bekannte zu schreiben.
Amelie freut sich über die Aufgabe. Nach schon einer Stunde ist sie mit ihrer Aufgabe fertig. Und schon ist es ihr erneut langweilig.
Sie streift ihre Stiefel an und ihren roten Mantel über. Sie hofft draussen jemanden zu finden, mit dem sie spielen kann. Vor dem Haus trifft sie Tom, der in der Schule neben ihr sitzt. „Ich muss Lametta kaufen, kommst du mit?“ fragt er.
Fröhlich folgt Amelie Tom in die Einkaufsstrasse. Sofort hellt sich ihre Laune auf, den dort ist ein Weihnachtsmarkt aufgebaut.
Das Lametta für Tom finden sie schnell und überall duftet es nach gebrannten Mandeln und Punsch. Und da hinten, neben der grossen geschmückten Tanne in der Mitte, das ist doch..
„Der Weihnachtsmann“, ruft Amelie. Er sieht die beiden mit freundlichen Augen an und öffnet seinen Jutesack, aus dem sie sich einen Schokololli nehmen dürfen. „Warum musst du denn hier stehen und Süssigkeiten verteilen, wo du doch so viel mit den Weihnachtsgeschenken zu tun hast?“ fragt Tom.
Der Weihnachtsmann räuspert sich. „Weil Weihnachten nicht nur das Fest der Geschenke ist, sondern auch die Zeit, in der man anderen Menschen besonders gerne einmal hilft“, antwortet er. „Aber du hast recht, mein Junge. Allein kann ich das wirklich kaum schaffen. Deshalb brauche ich auch Helfer, um pünktlich fertig zu werden.
Amelie blickt Tom an. Helfen wollte sie ja die ganze Zeit schon! Da bemerkt sie, dass der Weihnachtsmann unruhig von einem Fuss auf den anderen tritt. Kein Wunder, denkt sie, er ist bestimmt nervös. Wenn Mama schon stöhnt, dass sie nicht alles bis Weihnachten schafft, ist der Weihnachtsmann sicher noch viel mehr im Stress. „Ist das kalt heute“, bibbert er. „Sagt mal, können wir einen Becher Kaffee zum Aufwärmen holen?“
„Klar“, sagen Amelie und Tom wie aus einem Mund. „Aber geh nur Weihnachtsmann, wir verteilen solange die Lollis für dich weiter.“
„Na gut“, willigt der Weihnachtsmann ein. „Gebt also jedem Kind einen Lolli. Aber vergesst nicht, allen Frohe Weihnachten zu wünschen.“
„Wie gut, dass ich meinen roten Mantel anhabe“ freut sich Amelie. Sogleich bleibt ein kleines Mädchen vor ihnen stehen: „Bist du der Weihnachtsmann?“ fragt das kleine Mädchen. „Nein“ antwortet Amelie, „ich bin die Weihnachtshelferin. Möchtest du einen Lollipop?“ Immer mehr Kinder scharen sich um Amelie und Tom und freuen sich über die Lollis.
Nach einigen Minuten kehrt der Weihnachtsmann zurück, mit einer Tasse Kaffee in der Hand. Er nimmt den Sack mit den Lollies wieder an sich. Er ist beeindruckt und froh darüber, dass seine beiden Helfer so erfolgreich und fleissig gearbeitet haben. „Nun kann ich mich an die nächsten Geschenke machen. Dank eurer Hilfe habe ich nun mehr Zeit für die“.
Amelie und Tom freuen sich, dass sie dem Weihnachtsmann helfen konnten. Die beiden machen sich auf den Heimweg und verabschieden sich an der nächsten Ecke. Amelie läuft nach Hause und freut sich schon ihrer Mutter von ihrem tollen Erlebnis zu erzählen. „Danke Weihnachtsmann, für die schönen Momente!“

 

Gefunden in: Steinbrede, D., 24 Weihnachtsliche Geschichten. Ein Adventskalenderbuch. (2013). Bastei Lübbe AG, Köln. S.

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