Gesundheit

Asthma - Krank durch die Wohnung

Was feuchte Wohnräume anrichten können!

Asthma-Risiko in der eigenen Wohnung
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Im Rahmen einer internationalen Studie konnte ein Zusammenhang zwischen feuchten Wohnbedingungen und Asthma bei Kindern nachgewiesen werden. Dieses Ergebnis wiesen Wissenschaftler um Dr. Gudrun Weinmayr vom Ulmer Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie im Zuge der weltweiten Erhebung „International Study of Asthma andAllergies in Childhood“ (ISAAC) nach.

 

Durchführung der Studie

  • Für diese Studie haben die Forscher über 46‘000 Eltern von acht- bis zwölfjährigen Kindern in 20 Ländern befragt. Mittels Fragebogen wurde der Gesundheitszustand der Kinder erhoben. Ebenfalls ob an den Wänden oder Decken in der aktuellen Wohnung Feuchtigkeitsflecken oder Schimmel sichtbar waren, oder ob die Kinder in ihrem ersten Lebensjahr in einer solch feuchten Wohnung gelebt haben.
  • Bei 26‘000 Kindern wurden Allergietests durchgeführt.
  • Bei über 1‘100 Familien wurden Staubproben aus den Wohnzimmern entnommen und auf Hausstaubmilben untersucht.

 

Ergebnis der Studie
Unabhängig von der allergischen Vorbelastung des Kindes wurde ein Zusammenhang zwischen feuchten Wohnbedingungen und Asthma, Heuschnupfen und dem atopischen Ekzem festgestellt. Die feuchte Wohnbedingung ist laut Studie sogar der stärkste Umgebungsfaktor, der im Laufe dieser Studie festgestellt wurde. Damit kommt Feuchtigkeit und Schimmel noch vor den Hausstaubmilben als Hauptauslöser für asthmatische Erkrankungen.

 

Fazit
Gründe für feuchte Wohnräume können zum Beispiel undichte Mauern oder Kondenswasser sein. Achten Sie darauf, dass die Feuchtigkeit, beziehungsweise der Schimmel behoben wird.

  • Teilen Sie Ihrem Vermieter die Schäden schriftlich mit.
  • Zeigen Sie die nassen Stellen oder Schimmelflecken Bekannten oder Nachbarn und machen Sie Fotos zur Sicherheit davon.
  • Messen Sie die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit in den Räumen.
  • Sind schon bei Ihren Vormietern solche Schäden aufgetreten? Informieren Sie sich beim Vermieter, den Vormietern oder Nachbarn.
     

Der Vermieter ist in der Pflicht diese Mängel schnellstmöglich zu beheben.

 

Wie können Sie Feuchtigkeit in Ihrer Wohnung reduzieren?

  • Lüften Sie die Wohnung! Am besten kurz und intensiv. Damit nicht unnötig Wärme verloren geht, öffnen Sie am besten mehrmals täglich alle Fenster und erzeugen Durchzug für ein bis fünf Minuten. Dies gilt für den Winter. Im Sommer, wenn nicht geheizt wird, können Sie die Fenster so lange offen lassen, wie Sie wollen. 
  • Schliessen Sie die Türen der Küche während des Kochens und des Bades während des Duschens oder Badens.
  • Lassen Sie die Küche nach dem Kochen und das Bad nach dem Duschen oder Baden nach aussen ablüften. So, dass der Dampf nicht in die restliche Wohnung gelangt.
  • Schlafen Sie bei gekipptem Fenster, so dass die Atemluft über die Nacht, nach aussen verdampfen kann. 

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