Essen und Kochen

Balkonkräuter – Teil 4

Currykraut – eine hervorragende Würze

Das Kraut mit dem Geruch nach Curry
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Unsere Kräuter-Reihe geht weiter. Heute mit einem besonderen Kraut, dem Currykraut.

Currykraut – und wie es in der Küche verwendet wird

Der Geruch vom Currykraut erinnert insbesondere nach Regen an Curry. Es hat aber nichts mit dem Currypulver, der Gewürzmischung aus verschiedenen Zutaten wie Chili, Koriander und Curcuma gemeinsam.

Teilweise wird dem Kraut nachgesagt, dass es aufgrund seiner Bitterkeit zum Kochen und Würzen ungeeignet ist. Das stimmt so nicht, richtig eingesetzt, kann das Currykraut einem Gericht eine leckere Würze verleihen.

Junge Blätter und Sprossachsen des Currystrauchs eignen sich hervorragend zu Reis, Saucen sowie Fisch- und Fleischgerichte. Dabei können Sie die Zweige mitkochen und vor dem Servieren entfernen. Zerriebenes Kraut kann beispielsweise in einem Tee-Ei mitgekocht und danach auch entfernt werden. Wenn Sie das Kraut als Gewürz einsetzen möchten, empfiehlt es sich die Zweige möglichst frisch zu ernten. Das Aroma ist kurz vor der Blüte am intensivsten.

Eine leckere Idee mit Currykraut und weiteren Kräutern ist ein selbstgemachter Kräuteressig. Ein Rezept dazu finden Sie hier.

 

Mehr über das Currykraut

Das Currykraut, auch italienische Strohblume genannt, ist in Mitteleuropa noch nicht allzu lange bekannt. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Es handelt sich um eine relativ unscheinbare Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Sie ist dadurch mit vielen anderen Kräutern wie dem Löwenzahn, der Ringelblume, Estragon, Kamille oder Stevia verwandt. Das Currykraut ist ein immergrüner Halbstrauch, welcher in der Regel sehr buschig wächst. Die Pflanze ist mehrjährig und bevorzugt sonnige Plätze. Der Strauch bildet zwischen Ende Juni und Mitte September relativ kleine und leuchtend-gelbe Blüten aus.

Wie viele andere Kräuter wird auch Currykraut in der Naturheilkunde eingesetzt. Es hat eine heilende Wirkung bei Husten, Prellungen, Verstauchungen sowie bei juckender oder unreiner Haut. Bei Erkältungskrankheiten kann Currykraut als Tee eingenommen werden. Dazu werden 1 bis 2 Teelöffel Currykrautblüten mit 250ml heissem Wasser übergossen. Der Tee sollte für sieben Minuten ziehen, bevor er einmal am Morgen und einmal am Abend getrunken wird. Für die Behandlung von Hautbeschwerden kann eine Currykraut Salbe verwendet werden. Neben der abschwellenden und schmerzlindernden Wirkung wehrt Currykraut durch seinen Duft auch Schnecken und Insekten ab und lockt Bienen und Schmetterlinge an.

 

Die Pflege vom Currykraut

Das Currykraut ist glücklicherweise eine pflegeleichte Pflanze. Für Gärtner-Anfänger empfiehlt es sich eine Frischpflanze zu setzten, da die Aussaat viel Geduld braucht. Wie eine typische mediterrane Pflanze bevorzugt das Currykraut sonnige bis vollsonnige Standorte. Staunässe ist auch bei diesem Kraut unbedingt zu vermeiden. Giessen Sie die Pflanze nur sparsam, Dünger benötigt sie im Normalfall nicht. Das Currykraut hat gerne sandige, wenig humose Böden.

Mehr Informationen zum Currykraut, dessen Pflege und Verwendung in der Küche finden Sie hier.

 

Viel Vergnügen beim Ausprobieren.

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