Bildung

Berufsbildung – Rückgrat der Schweizer Wirtschaft

Der Ökonom Rudolf H. Strahm zeigt in seinem neuen Buch «Die Akademisierungsfalle» auf, weshalb es keinen Sinn macht, noch mehr junge Menschen an die Universität zu schicken und warum Bildungspolitik immer auch Wirtschaftspolitik ist!

Rudolf H. Strahm - Die Akademisierungsfalle
Kategorie:
Autor:
Luzia Ebnöther

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der Jugendarbeitslosigkeit. Jeder vierte erwerbsfähige Jugendliche in der EU ist ohne Arbeit. In der Schweiz hingegen liegt die Jugendarbeitslosigkeit auf tiefen drei bis vier Prozent. Ein wichtiger Grund dafür liegt im dualen Berufsbildungssystem der Schweiz. Die europäischen Länder ohne Berufsbildungssystem sitzen in der Akademisierungsfalle. Einerseits bilden sie an ihren Universitäten Leute aus, die im Arbeitsmarkt nicht gebraucht werden, und andererseits leiden sie unter einem dramatischen Industrieabbau, weil ihnen die qualifizierten Berufsleute fehlen. Inzwischen bedroht der Trend zur Akademisierung auch die berufspraktische Ausbildung in der Schweiz.

In seinem neusten Buch «Die Akademisierungsfalle» (Erscheinungstermin 8. August 2014) beschreibt der bekannte Ökonom, Bildungspolitiker, frühere Preisüberwacher und alt Nationalrat Rudolf H. Strahm das Drama der Jugendarbeitslosigkeit in Europa und die Fallstricke einer arbeitsmarktfernen akademischen Ausbildung. In seiner gewohnt prägnanten und fundierten Art zeigt er, dass die Berufsbildung bezüglich Arbeitsmarktfähigkeit und Qualitätsarbeit der akademischen Ausbildung überlegen ist und dass es sich für die Schweiz lohnt, die Berufsbildung zu pflegen und zu fördern. Die Journalistin und Berufsfachschullehrerin Rahel Eckert-Stauber ergänzt Strahms bildungspolitische Analyse mit zehn exemplarischen Biografien von Menschen mit ganz unterschiedlichen Ausbildungen und Berufslaufbahnen. «Die Akademisierungsfalle» ist das Buch zum Jahr der Berufsbildung!

Bedeutender Schweizer Bildungsverlag

Der hep verlag in Bern hat sich in den vierzehn Jahren seit seiner Gründung zum bedeutendsten Schweizer Bildungsverlag für die Sekundarstufe II entwickelt. Im Zentrum der Verlagsarbeit steht die Entwicklung von Lehr- und Lernmedien für die Sekundarstufe II, die Tertiärstufe und die Weiterbildung sowie Sachbücher zu Bildungsthemen und zur Pädagogik. Die Palette ist breit und umfasst rund 600 Titel.

Rudolf H. Strahm: Die Akademisierungsfalle – Warum nicht alle an die Uni müssen. Mit Berufsbiografien von Rahel Eckert-Stauber (Erscheinungstermin: 8. August 2014), hep verlag, 2014, 240 Seiten, Broschur, CHF 34.00, ISBN 978-3-0355-0017-2 (Auch erhältlich als E-Book)

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