Schule

Bildungsmonitoring Schweiz

Zweiter schweizerischer Bildungsbericht

Das Wissen in der Schweiz
Kategorie:
Autor:
Natalie Zumbrunn

Anfangs Monat ist der zweite schweizerische Bildungsbericht erschienen. Auf über 300 Seiten ist das aktuelle Wissen über das Bildungssystem Schweiz zusammengefasst – von der Vorschule bis zur Weiterbildung.

In der Schweiz hat jeder dritte Erwachsene einen tertiären Bildungsabschluss, das heisst Hochschule oder höher. Noch vor einem Jahrzehnt war das nur bei jeder vierten erwachsenen Person der Fall. Die Anzahl der Schulkinder ist im Moment auf einem Tiefstand. Erste Tendenzen zeigen aber, dass diese Zahlen in den nächsten Jahren wieder ansteigen.

 

Der Bildungsbericht
Dieser Bericht wurde von derSchweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) in Aarau erarbeitet.
Auftraggeber sind das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK). Der Bericht wird künftig alle vier Jahre erscheinen und ist ein Produkt des langfristig angelegten Bildungsmonitorings, das Bund und Kantone lanciert haben. Gemäss dieser Bestimmung sorgen Bund und Kantone gemeinsam für eine hohe Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraumes Schweiz, jeder in seinem Zuständigkeitsbereich.
Der Bildungsbericht richtet sich an eine an Bildungsfragen interessierte Öffentlichkeit sowie an alle Akteure des Bildungswesens.

 

Schlussfolgerungen zum Bildungsbericht
Der Bildungsbericht enthält Feststellungen, aber keine direkten Handlungsanweisungen an die Adresse von Bildungspolitik und Bildungsplanung. Was die interkantonale bzw. gesamtschweizerische Ebene betrifft, haben sich Bund und Kantone 2011 auf der Grundlage des ersten Bildungsberichts 2010 auf gemeinsame bildungspolitische Ziele für den Bildungsraum Schweiz verständigt, die jeder in seinem Zuständigkeitsbereich umsetzt.

 

Ziele von 2011:

  • die weitere Harmonisierung der obligatorischen Schule durch die Kantone - die weitere Erhöhung der Abschlussquote auf der Sekundarstufe II
  • die langfristige Sicherstellung des prüfungsfreien Zugangs zu den universitären Hochschulen über die gymnasiale Maturität
  • die verbesserte internationale Anerkennung der Abschlüsse der höheren Berufsbildung
  • die Verbesserung der Attraktivität einer Karriere für junge Forschende an universitären Hochschulen und die Validierung von nicht in der Schule erworbenen Lernleistungen

 

SBFI und EDK werden den Bildungsbericht 2014 in den nächsten Monaten auswerten. Diese Beurteilung wird zeigen, wo man mit den 2011 festgelegten Zielen steht und ob sich allenfalls neue Herausforderungen für den Bildungsraum Schweiz ergeben, die auf der gesamtschweizerischen / interkantonalen Ebene anzugehen sind.

 

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