Essen & Kochen

Der Amarant – ein Pseudo-Getreide

Amarant als Getreide-Ersatz

Goldener Weizenersatz
Weitere Artikel zum Thema:
Kategorie:
Autor:
Natalie Zumbrunn

Die gelblichen Samenkörner haben einen nussigen Geschmack. Sie können Amarant für salzige und süsse Gerichte verwenden. Die Zubereitung ist ähnlich wie die von Reis. Nehmen Sie einen Anteil Amarant und das Dreifache an Wasser und köcheln Sie den Amarant bis er gar ist. Die Samen können Sie auch ins Müesli geben oder zu Mehl vermahlen. Weil Amarant kein Klebereiweiss (Gluten) hat, fehlt diesem Mehl die Eigenschaft mit Wasser zu verkleben. Es wird nicht elastisch und geht daher nicht auf wie gewünscht. Beim Backen mit dem Amarantmehl sollten Sie deshalb Weizen- oder Roggenmehl beimischen. Eine etwas andere Art der Amarant-Zubereitung ist, eine Art Popcorn zu machen. Erhitzen Sie die Amarant-Samen wie Mais in einem zugedeckten Topf. Die luftig-knusprigen Amarant-Pops schmecken bestimmt auch Ihren Familienmitgliedern.

 

Die Nährstoffe
Trockener Amarant enthält mit 15 g Eiweiss pro 100 g deutlich mehr Eiweiss als andere Getreidesorten. Als Vergleich: 100g Weizen (ganzes Korn) enthalten 10-12 g Eiweiss. Das macht Amarant besonders für Vegetarier interessant, die ihren Eiweissbedarf mit pflanzlichen Lebensmitteln decken. Aber auch „Alles-Esser“ profitieren vom nährstoffreichen Pseudo-Getreide. Amarant enthält mit 330 mg doppelt so viel Magnesium pro 100 g als Weizen. Auch der Gehalt an Eisen ist mit 9 mg mehr als doppelt so hoch. Die Kalziummenge liegt mit 214 g pro 100 g fast fünf Mal höher im Amarant als Weizen. Amarant enthält kein Gluten (Klebereiweiss). Daher sind diese Samen für Zöliakie/Sprue betroffene Personen ein wichtiger Ersatz für Weizen und Weizenprodukte.

 

Das Wunderkorn der Inkas
Amarant ist eine getreideähnliche Pflanze und gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen. Das anspruchslose Gewächs gedeiht bis in Höhen von 4000 Metern über Meer. So zählten die Inkas und Azteken seine essbaren Samen zu den Grundnahrungsmitteln. Amarant galt als Leben verlängernde Pflanze und wurde als heilig verehrt. die Römer haben diese Pflanze bereits kultiviert. Sie nutzten die Blätter des Amarants als Gemüse. Der Spinat wurde dem Gemüseamarant jedoch zum Verhängnis. Er verdrängte den ihn im Laufe des letzten Jahrhunderts. Heute nimmt das Interesse für die Verwendung der jungen Amarant-Blätter wieder zu. Die Blätter werden ähnlich wie Spinat zu einem Gemüse zubereitet.

 

Amarant-Gemüse-Eintopf für 4 Personen
Hacken Sie 2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen und 1 grosse Chilischote fein. Raffeln sie ein Ingwerstück (ca. 2 Daumen gross). Geben Sie 1 Esslöffel Olivenöl in die heisse Pfanne und dünsten Sie Zwiebel, Knoblauch, Chilischote und Ingwer darin an. Schneiden Sie 4 Zucchini in Würfel und stellen Sie diese beiseite. Würfeln Sie 8 Karotten und 2 Kohlrabi und dünsten Sie diese 5 Minuten lang mit. Geben Sie 100 g Amarant dazu und giessen Sie das Ganze mit 1 Liter Gemüsebouillon ab. Lassen Sie es etwa 30 Minuten garen. Rühren Sie ab und zu, da sich der Amarant gerne am Boden der Pfanne sammelt. In der Mitte der Garzeit können Sie die Zucchini-Würfelchen dazugeben. Schmecken Sie das Ganze mit etwas Salz und Pfeffer ab. Hacken Sie zum Schluss 2 Esslöffel Kürbiskerne, 1 Bund Petersilie und Schnittlauch und geben sie diese Zutaten kurz vor dem Servieren zu.

Einen guten Appetit!

Kommentar hinzufügen

Facebook

Verwandte Artikel

Wer Gnocchi mag, wird auch die etwas…
Sie gelten als aromatisches und…
  •  
  • 1 von 86

Buchtipp

Ein Muss für jede Küche! Dieses umfassende Kochbuch mit vielen Grundrezepten,…
Autor: Elisabeth Bossi ISBN / EAN: 7612643270189
0