Der beste Freund des Menschen

Nach einer Erhebung der europäischen Tierfutterindustrie leben in Schweizer Haushalten circa 1,5 Millionen Katzen und 440.000 Hunde.

Gerade bei Kindern übernehmen Haustiere auch pädagogische Aufgaben.
Kategorie:
Autor:
Judith Schmitt

Nicht nur, da sie angenehme Zeitgenossen sind, gerade bei Kindern übernehmen sie auch pädagogische Aufgaben.

Die Geschichte der Haustiere ist inzwischen einige Tausend Jahre alt. Doch wo es heute in erster Linie darum geht, einen tierischen Freund als Mitglied in die Familie einzuführen, ging es damals um etwas ganz anderes: Nahrung. Die ersten Haustiere waren nämlich gewöhnliche Nutztiere wie Rinder, Schafe oder Schweine, die gehalten wurden, um sich die mühselige Jagd zu sparen. Völlig verändert hat unser Verhältnis zum Haustier dann die Züchtung. So wurden beispielsweise besonders zutrauliche Tiere zur Zucht ausgewählt. Über die Jahre nahmen aggressive Tendenzen immer mehr ab und so wurde aus einem wolfsähnlichen Wildhund irgendwann ein Schosshund.

Immer neue Züchtungen
So entstanden über die Jahrhunderte unzählige Haustiere, die Palette reicht vom Wellensittich über Hund und Katze bis hin zum Wasserbüffel. Und ständig kommen neue Arten hinzu, wie zum Beispiel die Chinchillas. Verändert hat sich unser Zusammenleben mit Haustieren aber auch aufgrund einer neuen Perspektive. Hielt man sich Vögel, Fische oder Meerschweinchen früher zur reinen persönlichen Unterhaltung, sind inzwischen Aspekte wie artgerechte Tierhaltung oder auch eine pädagogische Wirkung mindestens genau so wichtig.
Willkommen zu Hause:
Bei der Wahl des Haustieres gibt es zahllose Fragen zu beantworten: Die wichtigste ist natürlich, ob das neue Familienmitglied auch zur gesamten Familie passt. Allergien sind da genau so wichtig, wie Verhaltensweisen. Ein Goldfisch wäre für eine sportliche Familie, die viel Zeit im Freien verbringt, ungeeignet. Ist die Wahl erstmal getroffen, sollte man sich fragen, ob man eine artgerechte Haltung sicherstellen kann. Ein Husky hat in einem Hochhaus ohne Auslauf jedenfalls kein gutes Leben. Informationen über die Herkunft des Tieres und den Hintergrund des Züchters runden die Planungsphase ab.
Kinder & Hunde:
Hunde gelten gerade bei Familien mit Kindern oft als die richtige Wahl. Doch Hunde sind genau so verschieden wie die Kinder selbst. Gerade im Hinblick auf das Temperament. Daher bieten sich Besuche im Tierheim an, wo Kinder den Umgang mit ihrem neuen Freund üben können. Wichtig ist auch die Kommunikation. Hunde zeigen, wenn ihnen etwas nicht passt, die Kinder müssen diese Signale aber auch verstehen. Gibt es dann doch mal ein Missverständnis, muss das nicht schlecht sein. Kinder wie Hunde lernen dabei, auf ihr Gegenüber einzugehen – ein Effekt, der auch später im Leben hilfreich ist.
Erziehung:
Die Züchtung über Jahrhunderte hat Haustieren viele ihrer wilden Verhaltensweisen ausgetrieben. Hunde werden sich trotzdem immer anders verhalten, als Menschen. Meistens macht gerade dies den Charme einer Mensch/Hund-Beziehung aus, einige Gewohnheiten, wie das Betteln am Essenstisch, sind jedoch eher lästig. Gerade Hunde lassen sich jedoch sehr gut erziehen, man muss nur wissen wie. Hundeschulen oder Hundetherapeuten können da Abhilfe schaffen. Spätestens seit dem Erfolg des Filmes „Der Pferdeflüsterer“ ist zudem bekannt, dass auch andere Tiere recht gut erzogen werden können.
Die optimale Ernährung für ein langes Tierleben:
Wie für den Menschen, ist auch für das Haustier eine gesunde Ernährung wichtig. Da sich Hunde und Katzen jedoch keinen eigenen Ernährungsplan schreiben, muss dies der Halter für sie übernehmen. Wichtig ist dabei, von allzu grosser Vermenschlichung abzusehen. Eine Schokoladentorte mag auch einem Hund schmecken, trotzdem kann sie seinem Organismus grösseren Schaden zufügen, als nur ein kleines Übergewicht. Als Tierhalter sollte man sich also genau informieren, zum Beispiel bei einem Züchter oder im Tierheim. Und dabei auch auf Lebensumstände wie Alter oder Bewegungsmöglichkeiten eingehen.
Futtermittelkontrolle & Inhaltsstoffe:
Haustierhalter neigen dazu, ihre Tiere zu vermenschlichen. Das wissen auch die Hersteller von Tiernahrung. Deswegen gibt es inzwischen zahllose Deluxe-Mischungen oder feinste Zutaten wie Garnelen oder Edelfisch. Doch nur weil es den Menschen anspricht, muss es noch lange nicht gut für das Tier sein. Zu empfehlen wäre hier, einige Packungen oder Dosen mit zum Tierarzt zu nehmen und sich von diesem die diversen Inhaltsstoffe erklären zu lassen. Der Tierarzt kann dann auch individuell auf das Haustier zugeschnittene Empfehlungen aussprechen. Derselbe Hinweis gilt erst recht im Hinblick auf Medikamente.

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