Die Azukibohne

Die Bohne, die auch «süss» kann

Azukibohnen sind vielseitig
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Vielleicht kennen Sie die Azukibohne, oder auch Adzukibohne geschrieben, bereits. Falls nicht, dann stellen wir Ihnen diese etwas speziellere Bohne gerne vor. Denn sie kann Abwechslung in die Küche bringen.

 

Nicht nur irgendeine Bohne

 

Die Azukibohne gehört zu den Schmetterlingsblütlern, eine Unterfamilie der Hülsenfrüchtler und hat ihren Ursprung in Mittelchina, Taiwan, Korea und Japan. Somit finden Sie in der asiatischen Küche zahlreiche Rezepte, während die Azukibohne bei uns eher noch eine Randerscheinung ist.

 

Sie können sowohl die frischen Hülsenfrüchte, wie auch die getrockneten Bohnen in der Küche verwenden. Die frischen Hülsenfrüchte werden als Gemüse und in Suppen oder in Salaten verwendet.

 

Das Besondere an der Azukibohne ist, dass Sie, in der japanischen Küche, eine ebenso grosse Anzahl an Rezepten für Süssspeisen finden werden, die getrocknete, gemahlene Azukibohnen verwenden. So findet die süsslich schmeckende Bohne Verwendung in Gebäck, Eiscrème oder süssen Getränken. Die meisten der Süssspeisen in Japan werden mit roter Bohnenpaste hergestellt. Am ehesten lässt sich der Geschmack und die Textur mit Maroni-Paste vergleichen. Vielleicht kennen Sie ja Daifuku-Mochi? Das sind Teigbällchen aus Reismehl, gefüllt mit roter Bohnenpaste. Hier finden Sie ein Rezept dazu.

 

Eines der am meisten verbreiteten Gerichte in Japan ist allerdings keine Süßspeise. Es ist Sekihan, eine Mischung aus Reis und roten Bohnen, die bei festlichen Anlässen wie Geburten, Hochzeiten, Geburtstage, Nationalfeiertage oder Neujahr gegessen wird. Rot und Weiss, die Farben, die sich ebenfalls in der Nationalflagge wiederfinden, stehen für Wohlergehen und Überfluss. Falls Sie es gerne ausprobieren möchten, haben wir hier ein Rezept für Sie.

 

Die Azukibohne können Sie aber selbstverständlich auch für europäische Gerichte verwenden. Deshalb stellen wir Ihnen folgendes Rezept zum Ausprobieren vor.

 

Azukibohnen-Salat mit Quinoa, Süsskartoffeln, Kartoffeln und Spiegelei für 4 Personen

 

Waschen Sie 250 g (1 Tasse) getrocknete Azukibohnen gründlich mit kaltem Wasser und weichen Sie diese für mindestens acht bis zwölf Stunden in kaltem Wasser ein. Giessen Sie das Restwasser weg und waschen Sie die eingeweichten Bohnen noch einmal in einem Sieb gründlich. Lassen Sie die Bohnen anschliessend abtropfen. Geben Sie die Bohnen nun in einen Kochtopf und fügen Sie Wasser und einen halben Teelöffel Salz hinzu. Die Bohnen sollten mit einer 3-5 cm dicken Schicht Wasser bedeckt sein. Erhitzen Sie nun die Pfanne bis das Wasser siedet. Anschliessend kochen Sie die Bohnen auf mittlerer Stufe, zugedeckt gar. Schöpfen Sie den entstehenden Schaum regelmässig ab. Die Kochzeit beträgt zwischen 45 – 60 Minuten. Zum Schluss giessen Sie das Restwasser ab und lassen die Bohnen auskühlen.

Waschen Sie 250 g (1 Tasse) Quinoa gründlich mit kaltem Wasser und geben Sie es zusammen mit 2 Tassen Wasser und einem viertel Esslöffel Salz in eine Pfanne. Erhitzen Sie die Pfanne bis das Wasser siedet. Reduzieren Sie die Hitze und lassen Sie das Quinoa 5 Minuten auf mittlerer Hitze zugedeckt köcheln. Reduzieren Sie anschliessend auf die kleinste Stufe und lassen Sie das Quinoa für zirka 20 Minuten quellen.

Nehmen Sie 600 Gramm Süsskartoffeln und 600 Gramm Kartoffeln. Schälen Sie beides und würfeln Sie beides in ca. 1 Zentimeter kleine Stücke. Geben Sie die Süsskartoffel- und Kartoffel-Würfel in eine Schale und fügen Sie etwas Salz hinzu. Mischen Sie das Ganze mit 1 Esslöffel HOLL-Rapsöl. Geben Sie nun die Würfel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und backen Sie alles bei 200° Celsius für zirka 25 – 30 Minuten.

Bereiten Sie nun das Salatdressing zu. Dazu nehmen Sie 2 Esslöffel Olivenöl und den Saft einer halben Zitrone. Geben Sie beides zusammen mit 2 dl Bouillon in eine Schüssel. Hacken Sie einen halben Bund Petersilie fein und geben Sie es ebenfalls in die Schüssel. Fügen Sie nun die restlichen vorgekochten Zutaten hinzu. Mischen Sie alles und schmecken Sie es mit Salz und Pfeffer ab. Richten Sie 4 Suppenteller an.

Zum Schluss kochen Sie 4 Spiegeleier und geben diese über den Salat. Guten Appetit.

 

Wenn Sie mehr über die vielseitige Bohne erfahren möchten: Hier finden Sie weitere Informationen.

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