Ernährung

Die Muttermilch wächst mit

Immer den Baby-Bedürfnissen angepasst

Muttermilch ist anpassungsfähig
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Die Muttermilch verändert sich während der gesamten Stilldauer und passt sich laufend den Bedürfnissen ihres wachsenden Kindes an. Die Muttermilch wächst mit dem Kind mit. Die erste Milch nach der Geburt wird Kolostrum genannt. Diese Milch ist reich an Eiweiss, Mineralstoffen und Abwehrstoffen. Das Kolostrum ist gelblich, klebrig und dickflüssig. Die Menge des Kolostrums ist gering, reicht, aber für die ersten paar Tage für Ihr Kind völlig aus. Die Milchmenge nimmt in den folgenden zwei Wochen von Tag zu Tag zu und wird wesentlich von der Trinkmenge des Kindes beeinflusst. Am dritten bis vierten Stilltag geht ihre Milch von der Neugeborenenmilch in die Übergangsmilch über. Der Gehalt an Eiweiß und Abwehrstoffen nimmt in der Milch ab, wobei der Anteil an Kohlenhydraten und Fett zunimmt. Diese Zeit wird auch als Milcheinschuss bezeichnet. Der Milcheinschuss ist für viele Mütter unangenehm. Die Brüste spannen und sind sehr empfindlich. Lassen Sie sich Zeit und sorgen Sie für Ruhe.

Nach zwei Wochen bildet sich die reife Muttermilch, die sich in der Menge und Zusammensetzung den Bedürfnissen ihres Kindes anpasst. Die Muttermilch enthält in den ersten sechs Monaten alles was Ihr Kind braucht. Zusätzliche Gabe von Wasser, Tee und Beikost ist in dieser Zeit nicht nötig.

Die Muttermilch verändert sich auch innerhalb einer Stillmahlzeit. Es wird die Vorder- und Hintermilch unterschieden. Die Vordermilch ist weniger fetthaltig als die Hintermilch. Sie ist weniger nährreich und dient mehr zum Durstlöschen. Die tägliche Trinkmenge Ihres Kindes kann etwas schwanken und wird auch durch Faktoren wie zum Beispiel das Klima beeinflusst. An einem warmen Tag wird Ihr Kind häufiger und kürzer trinken. Dadurch erhält Ihr Kind mehr von der durststillenden Vordermilch.

Das Stillen hat für Sie als Mutter einige Vorteile. Durch das Stillen wird die Gewichtsabnahme nach der Schwangerschaft gefördert. Weiter wird durch das Saugen des Kindes an der Brust ein Hormon ausgeschüttet, welches die Gebärmutterrückbildung fördert. Dadurch sinkt die Blutungsgefahr nach der Geburt. Stillende Mütter haben ein geringeres Brustkrebsrisiko.

Probleme beim Stillen können wunde Brustwarzen, Milchstau, Brustentzündungen sowie Pilzinfektionen sein. Nehmen Sie bei Stillproblemen frühzeitig Kontakt mit einer Hebamme oder Still- und Laktationsberaterin auf.

Nach 6 Monaten können Sie das Stillen mit einer angepassten Beikost kombinieren. Die Muttermilch reicht ab diesem Alter in der Regel nicht mehr aus, um das Kind optimal mit Nährstoffen zu versorgen. Die WHO empfiehlt das Kind bis 2 Jahre in Kombination mit Beikost zu Stillen. Die Entscheidung wie lange Sie stillen, liegt jedoch bei Ihnen und Ihrem Kind. Haben Sie sich entschieden mit dem Stillen aufzuhören, so lassen Sie dieses langsam ausklingen. Bieten Sie Ihrem Kind die Brust nicht mehr aktiv an. Geben Sie dem Kind diese nur noch, wenn sie merken, dass Ihr Kind das Bedürfnis hat gestillt zu werden, so lehnen Sie dessen Wunsch nicht ab. Auf diese Wiese wird das Stillen allmählich weniger, bis das Kind das Verlangen nach der Brust nicht mehr verspürt. Lassen Sie das Kind zuerst Muttermilch trinken und bieten Sie ihm anschließend etwas Beikost an. Das Kind entwickelt in diesem Alter langsam Interesse am Essen der Eltern.

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