Gesundheit

Die Pollen fliegen bereits

Für Allergiker wichtig zu wissen

Nicht für alle ein Plausch
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Quelle: aha Schweiz
Der Beginn der Pollensaison der allergenen Pflanzenarten kann von Jahr zu Jahr sehr stark schwanken. Beispielsweise können Hasel und Erlen entweder schon im Januar oder auch erst im März blühen und die Birkenblüte kann von Mitte März bis Mitte April einsetzen.

Die Entwicklung von Pflanzen und damit auch die Blüte ist eng mit der Temperaturentwicklung der Vormonate verknüpft. MeteoSchweiz betreibt Modelle, um den Beginn der Pollensaison der wichtigsten allergenen Arten vorhersagen zu können. Wie jede Prognose ist auch die Blühbeginnprognose mit einem Fehler behaftet, der bei ungefähr plus minus 2–4 Tagen liegt. Je weiter weg das Blühbeginndatum ist, umso ungenauer wird die Prognose. Für die Messstationen in den Alpen und im Jura wird keine Prognose erstellt,da die ersten Pollen an diesen Stationen immer vor der lokalen Blüte mit dem Wind vom Tiefland hertransportiert werden. Diese Transportereignisse können nicht langfristig vorhergesagt werden. Blühbeginnprognosen werden für Hasel, Erle, Esche, Birke und Gräser gemacht, da diese Arten für den grössten Teil der Pollenallergien in der Schweiz verantwortlich sind. Der Beifuss gehört ebenfalls zur Gruppe der wichtigsten allergenen Arten. Sein Blühbeginn fällt jedoch jedes Jahr ziemlich exakt mit dem mittleren Blühbeginn zusammen. Bei den andern Pollenarten wird der mittlere Blühbeginnzeitpunkt der letzten 10 Jahre angegeben.

Die Blühbeginnprognose wird alle paar Tage der laufenden Wetterentwicklung angepasst. Mehrere aufeinander folgende warme Tage können den Blühbeginn sehr stark beschleunigen, während kältere Temperaturen und Niederschläge den Blühbeginn verzögern.

Blühbeginnprognosen sind nützlich, um sich rechtzeitig auf den Beginn der Allergiebeschwerden einstellen zu können. Hilfreich sind sie vor allem bei der Einnahme von Medikamenten, die zum Teil schon vor oder gleich bei Auftreten der ersten Pollen eingenommen werden müssen, damit sie ihre Wirkung erzielen.

 

Das aha Allergiezentrum Schweiz stellt eine Reihe von hilfreichen Broschüren und Informationsblätter zur Verfügung. Zudem werden Informationsveranstaltungen für Betroffene und Angehörige angeboten.
Hier finden Sie die Angaben dazu.

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