Gesundheit

Die Stoffwechselkrankheit Gicht- Teil I

Was geschieht in meinem Körper?

Gicht - was geht da vor sich?
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Die Stoffwechsel-Krankheit Gicht ist eine Wohlstanderkrankung. Sie ist oftmals die Folge von übermässigem Fleisch- und Alkoholkonsum und wird durch Übergewicht und mangelnde Bewegung begünstigt. Beim Arzt kann die Gicht mittels einer Blutuntersuchung diagnostiziert werden. Dabei wird der Harnsäuregehalt im Blut analysiert. Liegt über Jahre ein erhöhter Harnsäurewert vor – eine sogenannte Hyperurikämie - heisst die Diagnose Gicht.

 

Was geschieht bei einem erhöhten Harnsäurewert?
Wenn der Anteil an Harnsäure im Blut die Grenze von 360 mmol/l überschreitet, ist die Harnsäure nicht mehr gut löslich und es können sich kleine Harnsäurekristalle bilden. Wenn diese Kristalle freigesetzt und in die Gelenke und Gewebe geschwemmt werden, kommt es zu schmerzhaften Entzündungen. Ein grosserTeil der Gichtpatienten erleidet zu Beginn Gichtanfälle in den Zehen- und Daumengelenken. Nach spätestens drei Tagen verschwinden die Schmerzen, auch wenn keine Medikamente eingenommen werden. Wenn Sie einen Gichtanfall erleiden und sich nicht behandeln lassen, kommt es jedoch meistens zu regelmässigen Gichtanfällen und es kann sich eine chronische Gicht entwickeln. Bei einer chronischen Gicht sind in mehreren Gelenken Harnsäureablagerungen vorhanden. Zudem treten vermehrt entzündliche Reaktionen, sowie Knorpel- und Knochenzerstörungen auf.

 

Wie kann ich den Harnsäurespiegel durch meine Ernährung beeinflussen?
Hier kommt der Begriff Purin ins Spiel. Purine sind Bestandteile aller Nahrungsmittel. Manche Lebensmittel enthalten mehr Purine, manche weniger. Stellen Sie sich nun vor, Sie essen eine Kalbsbratwurst. Zuerst wird die Wurst in Ihrem Mund gekaut, von da aus gelangt der Nahrungsbrei über die Speiseröhre in den Magen und wird da und im Darm in kleine Teile zersetzt und gelangt zum Schluss vom Darm ins Blut. Die Purine, welche zu einem grossen Teil in der Kalbsbratwurst enthalten sind, werden ebenfalls abgebaut und zwar in Harnsäure, welche ins Blut gelangt.

Essen Sie Fleisch in grossen Mengen und andere purinhaltige Lebensmittel, wird eine grosse Menge an Purinen zu Harnsäure abgebaut, welche sich wiederum in Kristalle umwandeln kann. Wenn Sie an Gicht leiden, ist es hilfreich, dass Sie wissen in welchen Lebensmitteln viele Purine enthalten sind, damit Sie diese möglichst vermeiden können. Tipps dazu finden Sie im morgigen Artikel zu Ernährung und Gicht.

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