Ernährung

Die Wechseljahre

Sanfte Hilfe

Veränderungen im Hormonhaushalt
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Wann sie beginnen, welche Symptome auftreten, wie sie verlaufen und was die geeignetste Therapie sein kann, ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

Was geht da vor sich?
Zu Anfang sinkt das Hormon Progesterol und dann der Östrogenspiegel stetig ab. Dadurch verschieben sich auch andere Geschlechtshormone was zu diversen Symptomen führen kann:

  • Unregelmässige, schwächere oder ausbleibende Regelblutungen
  • Schweissausbrüche
  • Hitzewallungen
  • Schlafschwierigkeiten
  • Nervosität
  • Stimmungsschwankungen
  • Trockene Haut

 

Wie lange diese Umstellung dauert, ist unterschiedlich, sie kann sich bis zu mehreren Monaten oder Jahren hinziehen. Das Ende dieses hormonellen Wandels ist die Beendigung der Regelblutung. Bleibt sie während 12 Monaten aus, spricht man von der Menopause.

 

Was tun gegen die Begleiterscheinungen der Wechseljahre?

  • Essen Sie regelmässig
    Schweissausbrüche und Hitzewallungen treten vor allem dann auf, wenn unser Blutzuckerspiegel stark sinkt. Deshalb versorgen Sie Ihren Körper mit mindestens drei Mahlzeiten am Tag.
  • Kaffee, Nikotin und Alkohol
    Diese drei Stoffe können die Symptome verstärken. Reduzieren oder streichen Sie sie je nach Ihren Beschwerden.
  • Kaltes Wasser
    Kalte Arm- oder Fussgüsse, Duschen und Bäder können bei Hitzewallungen wohltuend sein.
  • Warmes Wasser
    Hilft entspannen. Eine erhöhte Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen kann so gelindert werden. Achtung bei trockener Haut: verwenden Sie hier einen rückfettenden Badezusatz.
  • Frische Luft
    Wer sich draussen bewegt, leidet oft weniger an den Begleitsymptomen der Wechseljahre.
  • Ruhig bleiben
    Unruhe, Stress und Hektik verstärken die Hitzewallungen. Entspannen Sie sich mit Yoga, Meditation oder ein wenig Zeit für sich.
  • Nicht zu scharf
    Scharfes Essen heizt Hitzewallungen zusätzlich an.
  • Kräuter gegen Schweissausbrüche
    Salbei und Ysop helfen als Tee gegen übermässiges Schwitzen. Gegen Hitzewallungen helfen: Holundertee, Hafertee, Johanniskrauttee, Hopfentee, Erdbeerblättertee. Für eine effiziente Hilfe, sollten Sie die Teesorten regelmässig wechseln.
  • Ätherische Öle
    Lauwarme Waschungen lindern durch die Verdunstungskälte Hitzewallungen. Geeignet sind: Salbei, Lavendel und Minze.
  • Leinsamen
    Über Nacht 2 Esslöffel einweichen, am nächsten Tag die Samen gut kauen und das Wasser trinken. Hilft gegen Hitzewallungen.

 

Achtung Knochen!
In den Jahren vor und während der Menopause bauen sich die Knochen pro Jahr zirka um 2- 5% ab. Dem gilt es entgegenzuwirken. Und zwar mit:

  • Regelmässige Bewegung
    Um die Knochen zu erhalten. Zudem wird die Muskulatur gestärt, die die Knochen stützen.
  • Kalzium
    Geniessen Sie grünes Gemüse und 3 Milchprodukte pro Tag. So sind Sie ausreichend mit diesem Mineralstoff abgedeckt. -
  • Vitamin D
    Bewegen Sie sich draussen an der Sonne. Zwischen Mai und Oktober wird in unserer Haut durch Sonnenstrahlung selber Vitamin D produziert. Vitamin D benötigen wir, damit das Kalzium aus dem Darm aufgenommen und in die Knochen eingelagert werden kann. Leber, Eier und Fisch liefern Vitamin D. Ist aber ein Mangel nachgewiesen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Frauenarzt über geeignete Supplemente.

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