Die zehn gefährlichsten Strassen der Welt

Makabre Hitparade: Auf diesen Routen sterben weltweit am meisten Menschen.

Fahren am Rande des Abgrunds: Auf der Yungas Road in Bolivien.
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Autor:
Thomas Gräser

Die jüngste Top-Ten-Liste der gefährlichsten Strassen der Welt hat das Motormagazin V-Zine veröffentlicht. Die Daten in diesem Artikel beziehen sich darauf. Die Rangliste entsteht anhand der Anzahl der Todesopfer auf der jeweiligen Strasse. Gemäss der Association for Safe International Road Travel (ASIRT) sterben 1,3 Millionen Menschen jährlich bei Verkehrsunfällen, zwischen 20 und 50 Millionen werden verletzt.

Hier nun also die Rangliste der 10 gefährlichsten Strassen der Welt, gemessen an der Anzahl der Unfallopfer.

Yungas Road, Bolivien

Die Andenstrasse zwischen La Paz und Coroico ist seit Jahren schon Spitzenreiter dieser traurigen Liste. Sie ist 70 km lang, und seit 2006 gibt es eine Ausweichroute, aber nach wie vor lassen auf der Yungas Road 200 bis 300 Menschen ihr Leben – pro Jahr. Dies sei vor allem zurückzuführen auf unübersichtliche Haarnadelkurven, Erdrutsche, plötzliche Wetterumschwünge und generell riskante Fahrweisen.

BR116, Brasilien

Diese Strasse verbindet Porto Alegre und Rio und ist 1550 km lang. Der mittlere Abschnitt zwischen Curitiba und Sao Paulo wird wegen steiler Klippen, schlechtem Strassenzustand und unbeständigen Wetters sogar «Rodovia da Morte» genannt.

Strasse zwischen Sichuan mit Tibet

Die gefährlichste Straße Chinas führt zwar durch dünn besiedeltes Gebiet. Auf den fast 2500 km Länge gefährden aber Erdrutsche und Lawinen die Sicherheit – die Route führt über mehrere 4000 und 5000 Meter hohe Berge.

Pan American Highway, Costa Rica

Dies ist die gefährlichste Strasse Mittelamerikas, vor allem aber der Abschnitt zwischen San Isidro de El General und Cartago. Einheimische nennen sie Cerro de la Muerte (Hügel des Todes), weil sie durch bergige Regionen führt.

Nord-Süd-Verbindung, Kroatien

Eine sehr gefährliche Route in Europa ist jene an der kroatischen Adriaküste. Gefahr bergen nicht nur die zum Teil unübersichtlichen Kurven ohne Markierungen und Leitplanken, sondern auch die rasante Fahrweise der Einheimischen.

Strasse zum Cotopaxi Nationalpark, Ecuador

Auf einer landschaftlich sehr reizvollen, aber gleichzeitig sehr gefährlichen Strasse fährt man zum Cotopaxi Nationalpark. Ein Abschnitt von 40 Kilometern zwischen dem Park und dem Pan American Highway. Etwas Regen reicht, und die Flussüberquerung – ohne Brücke – wird lebensgefährlich.

Verbindungsstrasse von Luxor nach Hurghada, Ägypten

Diese Strasse führt durch ein Banditengebiet, es wird darum geraten nur im Konvoi zu fahren. Während der Nacht schalten Autolenker häufig ihre Scheinwerfer ab, was die Situation zusätzlich verschärft.

A44, England/Wales

Der 40 km lange Abschnitt der A44 zwischen dem englischen Oxford und dem walisischen Aberystwyth gilt als Todesstrecke Europas.

Strasse zwischen Patiopoulo und Perdikaki, Griechenland

Diese Bergroute ist berüchtigt und gilt aufgrund ihrer Verkehrsdichte und ihres schlechten Zustands ebenso als Todesstrecke.

Great Trunk Road, Indien

Die 2500 km lange Strasse, eine der ältesten Verkehrswege Südasiens, verbindet die östlichen mit den westlichen Regionen des Subkontinents. Wie auf vielen Verkehrswegen Indiens herrscht hohe Verkehrsdichte und undiszipliniertes Fahrverhalten.

 

In Sachen Verkehrssicherheit gelten Schweden und die Schweiz als absolute Spitzenreiter.

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