Ernährung

Diese Nüsse lohnt es sich zu knacken – Teil 3

Nuss ist nicht gleich Nuss – das kleine Nuss ABC von M – Z

Power knabbern
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Autor:
Tanja Mentha

….und die Reise geht weiter:

Macadamianussharter Kern aus Australien
Aussen ledrig-grün und faseriginnen weisslich-gelb, glatt und rund. So präsentiert sich uns die Macadamianuss, die von den Aborigines bereits in der Steinzeit gesammelt wurde. Zu uns nach Europa kam sie erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Diese teuren Exoten sind sehr fetthaltige Nüsse. Sie schmecken süss, cremig und passen ausgezeichnet zu Ananas. Gesalzen und geröstet machen sie der Cocktailkönigin Erdnuss Konkurrenz. Neben ihrem hohen Fettgehalt glänzen die Macademianüsse jedoch mit einem hohen Gehalt an Nahrungsfasern und in gesalzener und gerösteter Form mit Folsäure.

Mandeldas Schönheitselixier
Mandeln gelten als die ältesten und meist angebauten Nüsse der ganzen Welt. Neben den Pistazien werden sie als einzige Nüsse bereits in der Bibel erwähnt. Die Römer sagten der Mandel die Eigenschaft zu, gegen Trunkenheit zu schützen. Das Öl der Mandel ist eines der ältesten Schönheits- und Hautpflegemittel überhaupt. Mandelmilch ist ein altbekannter Ersatz führ Kuhmilch und kann bei einer Laktose - Intoleranz oder Kuhmilcheiweiss - Allergie verwendet werden. Mit einem hohen Gehalt an Eiweiss, Nahrungsfasern und Calcium erfreut sich die wertvolle Nuss noch heute grosser Beliebtheit.

Paranussharte Nuss aus dem Urwald
In Grösse und Aussehen gleichen die Kapselfrüchte des Baumriesens aus dem Urwald grossen Kokosnüssen. Im Innern finden sich jedoch wie Orangenschnitze angeordnete, ölig-saftige Samenkerne, die von einer braunen Haut überzogen sind. Durch ihren hohen Fettgehalt werden die Paranüsse schnell ranzig. In der europäischen Küche sind sie relativ selten anzutreffen. Sie enthalten viel Calcium, Magnesium und Zink. Bereits in 7 Paranüssen versteckt sich jedoch die gleiche Menge an Kalorien wie in einem 100g schweren Schweinskotelett.

Pekannuss – die Schwester der Walnuss
Pekannüsse schmecken süsser als ihre Schwestern, sind fettreicher und um einiges aromatischer. Von den Indianern wurden sie als hochwertiges Nahrungsmittel geschätzt und ebenso als Tauschmittel verwendet. Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Pekannüsse nach Europa exportiert, Hauptlieferant ist aber nach wie vor Nordamerika. Genau wie die Walnüsse finden sie Einzug in vielen Gerichten und verzaubern vor allem Desserts und Gebäcke in feine Delikatessen. Mit ihrem Gehalt an Vitamin C, Folsäure und Magnesium können sie mit der Walnuss nicht mithalten. Mit ihrem Anteil an Zink übertreffen sie ihre Schwester aber bei Weitem.

Pinienkern – die Pesto-Nuss Italiens
Ein Pesto ohne Pinienkerne ist kein Pesto. Wer liebt sie schon nicht, die elfenbeinfarbigen Kerne der Pinienzapfen. Ihre Herkunft vermutet man in Kleinasien, heute werden sie in vielen Mittelmeerländern angebaut. Deshalb sind sie in der Mittelmeerküche weit verbreitet und lassen sich ebenso gut roh wie geröstet verwenden. Sie verfeinern Salate, Gemüse, Fleisch, Reis, Desserts und natürlich die beliebte Pesto-Sauce. Die kleinen Köstlichkeiten glänzen mit ihrem hohen Gehalt an Eiweiss, Magnesium, Eisen und Zink.

Pistaziegrüne Delikatesse
Die aus Persien stammenden Pistazien sind beliebte Aperitif-Delikatessen. Sie finden Verwendung in der Süss-und Backwarenindustrie genauso wie in der Wurstwarenherstellung oder in orientalischen Köstlichkeiten. Die grüne Farbe der Pistazie ist ein Hinweis auf ihre Qualität und Frische. Je grüner, desto besser. Ein weiteres Merkmal einer guten Qualität ist die „lachende“ Schale, wie die Perser sagen. Ist sie geschlossen, ist die Ernte schlecht. In der grünen Nuss verbirgt sich ein nennenswerter Gehalt an Eisen und Vitamin C.

Nun, welche Nuss konnte Sie für sich gewinnen? Wie auch immerviel Spass beim Knabbern, Kochen und Geniessen!

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