Ernährung

E-Nummern

Was steckt hinter den Codes?

Was steckt dahinter?
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Das „E“ steht für EU, damit sind die europäischen Lebensmittelbestimmungen gemeint. Diese gelten auch in der Schweiz. Anschliessend kommt ein drei- bis vierstelliger Zahlencode. Dieser ist praktisch, damit die Codes in allen Sprachen gleich sind.

Die E-Nummern beschreiben alle Arten von Zusatzstoffen. Sie kommen nicht natürlicherweise im Produkt vor, dürfen laut Gesetz aber hinzugefügt werden. Der Zweck der E-Nummern ist es, das Produkt schmackhafter, ansehnlicher oder länger haltbar zu machen. Zusatzstoffe, wie Antioxidantien, Aromen, Emulgatoren, Verdickungsmittel, Konservierungsmittel, Süssstoffe, Geschmacksverstärker, Verdickungsmittel und Farbstoffe, dürfen nur verwendet werden, wenn sie strengen toxikologischen Untersuchungen unterzogen wurden und als harmlos gelten. Sie müssen ausserdem gut verträglich sein und der Nutzen sollte gerechtfertigt sein, damit sie vom Lebensmittelgesetz bewilligt werden.

Warum werden Zusatzstoffe verwendet?

Sie werden bei der Verarbeitung hinzugefügt, um gewisse Eigenschaften hervorzurufen. So werden Farbstoffe verwendet, um die bei der Verarbeitung verloren gegangene Farbe wiederherzustellen. Ohne sie sähen zum Beispiel Bonbons alle grau und unansehnlich aus. Konservierungsstoffe werden benötigt, um ein Produkt vor Bakterien und Schimmel zu schützen und es so länger haltbar zu machen. Wenn bei einem Produkt das Fett reduziert wird, verliert es an Sämigkeit. Darum werden dort Emulgatoren und Stabilisatoren hinzugefügt.

Die Zusatzstoffe sind isoliert, gereinigt und meist chemisch genau definiert. Das bedeutet aber nicht, dass sie unnatürlich und künstlich sind. Die Ascorbinsäure beispielsweise, kommt natürlicherweise in der Zitrone vor und wird zur Verbesserung der Haltbarkeit verwendet. Wenn Sie Zitronensaft auf einen angeschnittenen Apfel träufeln, wird dieser nicht braun. Das ist das selbe Prinzip. Auch Farbstoffe kommen teils in der Natur vor. So zum Beispiel das Curcumin, welches sich hinter dem Code E100 versteckt. Es wird auch Curcumagelb genannt, stammt aus der Gelbwurzel und ist somit natürlich und pflanzlich. Bei uns wird es zur Farbgebung von Lebensmitteln wie Curry, Margarine, Senf, Konfitüre oder Kartoffelflocken verwendet.

Es gibt jedoch auch Zusatzstoffe, welche nicht in der Natur vorkommen, beispielsweise der Süssstoff Aspartam (E951).

Heutzutage gibt es sehr viele Produkte, welche E-Nummern enthalten. Dies liegt daran, dass wir eine riesen Auswahl an verschiedenen Produkten haben. Die ganze „Light“ - Linie wäre ohne Zusatzstoffe wie Süssstoffe und Emulgatoren kaum vorstellbar. Auch Fertigprodukte, welche immer beliebter werden, benötigen gewisse Zusatzstoffe. Ausserdem werden auch Stoffe als Zusatzmittel bezeichnet, die bei der Herstellung dringend benötigt werden, wie Trennmittel oder Backtriebmittel.

Zusatzstoffe und E-Nummern haben ein eher schlechtes Image in der Gesellschaft. Dies hat zwei Gründe. Einerseits sind noch nicht alle gesundheitlichen Bedenken verschwunden, andererseits erlauben die Zusatzstoffe den Herstellern eine schnelle und günstige Produktion. Es können sogar minderwertige Lebensmittel verwendet werden, ohne dass die Konsumenten dies am Produkt erkennen können.

Das bedeutet aber nicht, dass alle Lebensmittel mit Zusatzstoffen schädlich sind, denn wie gesagt, verstecken sich hinter einigen Codes natürliche und völlig unbedenkliche Zutaten. Ein Blick auf die Zutatenliste der Produkte lohnt sich aber. Hier finden Sie ein E-Nummern-Lexikon, welches Ihnen bei der Entzifferung helfen kann.

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