Ernährung

Eiweissbrot

Schlankmacher oder Kalorienbombe?

Auch hier kommt's auf die Menge an
Kategorie:
Autor:
Natalie Zumbrunn

Das Brot „ohne“ Kohlenhydrate oder auch Eiweissbrot genannt, ist in den letzten Jahren zu einem grossen Thema in den Medien geworden. Mit den Bezeichnungen„Pro Body“ oder „FeelGood“ wird Ihnen bereits im Namen des jeweiligen Brotes Einiges versprochen. Da die Low-Carb Diät, also eine Ernährungsform mit geringem Kohlenhydratanteil an Popularität enorm zugenommen hat, ist das Eiweissbrot eine gute Möglichkeit, auf Kohlenhydrate zu verzichten und trotzdem Brot zu essen.

Durch eine Diät mit geringem Kohlenhydratanteil wird verhindert, dass Ihr Körper Insulin ausschüttet und damit in einen aufbauenden Stoffwechsel gerät. Das Insulin wird von Ihrer Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet, sobald Sie Kohlenhydrate zum Beispiel in Form von Teigwaren, Brot, Süssigkeiten und Früchten essen. Dank dem Insulin können die Kohlenhydrate vom Blut in die Zellen gelangen und dort als Energie genutzt werden. Wenn Sie nun keine Kohlenhydrate essen, schüttet Ihre Bauchspeicheldrüse kein Insulin aus und Ihre Zellen holen sich die benötigte Energie aus Ihren Reserven. Dadurch geraten Sie in eine abbauende Stoffwechsellage, was für eine Gewichtsabnahme notwendig ist.

Ihnen soll bewusst sein, dass ein Eiweissbrot zwar fast keine Kohlenhydrate enthält, dafür aber umso mehr Fett. Die verschiedenen Eiweissbrote enthalten zwischen 11 bis 18.6 Gramm Fett pro 100 Gramm. Das entspricht dem achtfachen Fettgehalteines normalen Ruchbrotes und ist doppelt so viel Fett wie in einem Butterzopf.

Wie bei allen Lebensmitteln, die Sie essen, kommt auch hier die Menge ins Spiel. Essen Sie eine empfohlene Portion Brot, sprich zikra 75-125 Gramm, ist das Eiweissbrot eine gute Möglichkeit die Kohlenhydrate zu reduzieren und gleichzeitig eine Portion Eiweiss zu erhalten. Essen Sie grössere Mengen davon, nehmen Sie durch den hohen Fettgehalt viele Kalorien zu sich, was sich dann wiederum auf Ihr Gewicht auswirken kann.

Mit diesem Artikel wollen wir Ihnen das Eiweissbrot nicht schönreden oder vergraulen, es soll Ihnen lediglich einen Überblick über verschiedene Aspekte des Eiweissbrotes verschaffen. Wenn wir Sie neugierig gemacht haben und sie gerne ein Eiweissbrot probieren möchten, können Sie in verschiedenen Bäckereien, wie auch in der Migros und im Aldi Eiweissbrote kaufen. Fall Sie eine begeisterte Bäckerin oder Bäcker sind oder eine oder einen werden möchten, können Sie Ihr eigenes Eiweissbrot zu Hause backen: Dafür nehmen Sie 250g Weizengluten, welche Sie im Reformhaus finden und mischen es mit 1 EL feinen Haferflocken, 1 EL Leinsamen, 1 EL Mohn, 1 Beutel Trockenhefe und 1 Prise Salz. Danach geben Sie 360 ml lauwarmes Wasser schluckweise dazu und kneten den Teig zu einer gleichmässigen Masse. Nun lassen Sie den Teig zirka 30 Minuten ruhen und geben ihn nachher in eine Backform. Backen Sie den Teig 40-45 Minuten bei 170°C.

Egal für welches Brot Sie sich entscheiden, lassen Sie es sich schmecken.

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