Psychologie

Essgründe - was steckt dahinter?

Erforschen Sie sich

Was steckt dahinter?
Weitere Artikel zum Thema:
Kategorie:
Autor:
Natalie Zumbrunn

Essgründe – von denen gibt es einige. Und Hunger ist nicht immer der Vorherrschende.

Oft ist es ganz schön schwierig, auf sein Gewicht zu achten. Vor allem dann, wenn wir essen „müssen“ und damit zu viel essen. Gemeint sind hier nicht die Hauptmahlzeiten, die wir aufnehmen um unseren Bedarf an Nähr- und Mineralstoffen zu decken, sondern die Mahlzeiten und Knabbereien zwischendrin, die einfach sein müssen.

 

Warum wir essen, geschieht aus ganz verschiedenen Gründen:

  • Wir haben Hunger
  • Es ist Zeit dazu
  • Die Arbeit langweilt
  • Das Gegenüber nervt
  • Trauer kann / darf nicht ausgelebt werden
  • Die Anerkennung fehlt

 

Das sind nur einige Auslöser, die zum Essen anregen. Ob und ab welchen Emotionen wir zum Essen greifen, haben wir bereits in unseren frühen Kinderjahren gelernt. Was aber einmal erlernt wurde, kann auch wieder verlernt oder umgelernt werden.

Wer aus emotionalen Gründen isst, hat sich im Laufe der Jahre eine „gute“ Strategie angeeignet. Essen beruhigt, tröstet und entspannt. Und das sind nur ein paar Beispiele für die wohltuende Wirkung. Eine tolle Angewohnheit also?
Nicht für diejenigen, die gerne ein paar Kilos loswerden wollen. Hier wird es umso wichtiger, genau hinzuschauen und die Essgründe zu ergründen. Wird der Ursprung nicht gefunden, kann das Essmuster nicht verändert werden und das Gewicht bleibt stabil bestehen.

 

Der erste Schritt: Erkennen Sie, weshalb Sie essen
Nehmen Sie sich vor jeder noch so kleinen Mahlzeit oder Snack oder dem nebenbei genaschten Guetzli kurz die Zeit sich zu fragen: weshalb esse ich das jetzt? Notieren Sie sich diese Beobachtungen ein paar Tage lang. Bewerten oder ändern Sie nicht, beobachten Sie nur.

 

Der zweite Schritt: Was sind die häufigsten Auslöser
Zählen Sie in Ihrem Tagebuch zusammen, welche Auslöser Sie am häufigsten zum Essen verleiten.Ist das der echte spürbare Hunger im Magen? Oder die unbändige Lust auf etwas Süsses? War Ihnen langweilig? Wollten Sie sich belohnen? Auch hier gibt es unzählige Gründe und nur Ihre persönlichen sind relevant für den nächsten Schritt.

 

Der dritte Schritt: die Alternative
Wenn Sie Ihre Essauslöser benennen können, geht es darum, eine geeignete Alternative dafür zu finden. Eine, die nichts mit Essen zu tun hat. Das können sportliche Aktivitäten, Hobbys wie Lesen, Stricken oder ein gutes Buch sein. Aber auch ein verwöhnendes Schaumbad, eine Massage oder ein Gespräch mit Freunden.

Kommentar hinzufügen

Facebook

Verwandte Artikel

Die Ausstellung mit dem Thema «zu Tisch…
Kommt Ihnen das bekannt vor?
  •  
  • 1 von 67

Buchtipp

Wie wir uns verlieren und wiederfinden: Einzigartige, wahre Fallgeschichten von…
Autor: Autor:Grosz, Stephen & Robben, Bernhard ISBN / EAN: 978-3-10-028715-1
0