Essen & Kochen

Feigen (ficus carica)

Eine mediterrane, vielseitig geniessbare Frucht mit einem positiven Effekt auf die Verdauung.

Liebe, Lust und Leidenschaft
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Der Feigenbaum wurde im Orient schon seit vielen tausend Jahren kultiviert. Heute wächst die Pflanze vor allem im Mittelmeerraum.
Sie wird als die Frucht der Liebe, Leidenschaft und Lust bezeichnet. Im reifem Zustand ist ihre Konsistenz weich, ihr Geschmack honigsüss. Ihre Farbe variiert je nach Sorte und Herkunftsgebiet, mal ist sie violett, mal grüngelb. Die Feige können Sie samt Schale verzehren. Der Feigenbaum, welcher bis zu 10m hoch werden kann, gehört zu den Maulbeergewächsen. In der Schweiz werden Feigen im Spätsommer oder Herbst in den Läden angeboten.

Lagern Sie die Feigen am besten im Kühlschrank, da sie sonst schnell überreifen und zu alkoholisieren beginnen. Spätestens nach wenigen Tagen Lagerung sollten Sie die Früchte verzehren.

Die Frucht hat eine leicht abführende Wirkung, weshalb sie bei einer Verstopfung behilflich sein kann. Die enthaltenen Nahrungsfasern, sowie die kleinen Kerne im Fruchtfleisch saugen im Magen Wasser auf, quellen und vergrössern dadurch das Stuhlvolumen. Gleichzeitig wird die Magentätigkeit angeregt, was den Stuhlgang ebenfalls begünstigt.

Die Meisten kennen die Feigen in getrockneter Form. Durch den Wasserentzug erscheint die Frucht klein und leicht, was dazu verlockt, mehrmals in die Tüte zu greifen. Doch Achtung, der Kohlenhydratgehalt (verschiedene Zuckerarten) ist der gleiche wie bei einer frischen Frucht. Pro 100g Feigen macht das 15g Kohlenhydrate, was 4.5 Stücken Würfelzucker, beziehungsweise 60 Kilokalorien entspricht. Laut der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) beträgt eine Fruchtportion zirka 120g. Dieses Gewicht entspricht etwa drei frischen Feigen. Möchten Sie die Früchteportion in getrockneter Form essen, sind es nicht weiterhin 120g, sondern die gleiche Anzahl der frischen, einfach in trockener Variante (in diesem Fall 3 Stück).

Wussten Sie, dass Sie mit Feigen nicht nur Süssspeisen herstellen können, sondern Sie auch zu salzigen Speisen hervorragend passt? Hier eine Idee:

Risotto mit Feigen und Parmaschinken für 6 Personen

  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 2 EL Olivenöl extra vergine
  • 1 Lorbeerblatt
  • 300g Risottoreis, roh
  • 150ml Roséwein
  • 80-100ml Gemüsebouillon
  • 6 Feigen (mittlere Grösse)
  • 150g Gorgonzola-Käse
  • Salz, Pfeffer
  • 70g Parmaschinken
  • 6 Oreganozweige zum Garnieren

Die Schalotten zusammen mit dem Lorbeerblatt in Olivenöl hellgelb dünsten, den Risottoreis beifügen und kürz mitdünsten. Mit der Hälfte des Weins ablöschen. Nach und nach die kochende Gemüsebouillon angiessen und unter ständigem Rühren zirka 18 Minuten kochen. Danach den Reis vom Herd nehmen und die Feigen in Spalten schneiden. Ein paar Spalten zum Anrichten beiseitelegen. Den restlichen Wein, die Feigen und den Gorgonzola-Käse einrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Der Risotto soll al dente und von leicht flüssiger Konsistenz sein. Ihn kurz ruhen lassen, eventuell nachwürzen und etwas Flüssigkeit beigeben. Die Parmaschinken-Tranchen kurz anbraten. Den Risotto anrichten und mit dem gebratenen Parmaschinken, den Feigenspalten und den Oreganozweigen garnieren.

En Guete.

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