Ernährung

Fruktose-Malabsorption

Eine Volkskrankheit?

Beschwerden wegen Früchten?
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Was ist Fruktose-Malabsorption?
Fruktose-Malabsorption beschreibt die begrenzte Aufnahmekapazität für Fruchtzucker, eine Zuckersorte, welche sich überwiegend in Früchten und Honig findet.
Verantwortlich für die eingeschränkte Aufnahmekapazität ist ein Mangel an dem Transporter GLUT 5 im Dünndarm. Dieser ist dafür zuständig, dass der Fruchtzucker aus dem Darm, ins Blut überführt wird. Aufgrund der fehlenden Transporter verbleibt der Fruchtzucker im Dünndarm. Er wandert weiter in den Dickdarm und wird dort von den Darm-Bakterien in Gase und kurzkettige Fettsäuren umgewandelt. Die Gase und Fettsäuren verursachen die typischen Symptome: Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen.
In Europa leidet einer von 3 Erwachsenen nach dem Verzehr von fruktosereichen Lebensmitteln an den Symptomen.

 

Wie wird eine Fruktose- Malabsorption diagnostiziert?
Die Fruktosemalabsorption wird mittels Wasserstoff-Atemtest diagnostiziert. Wasserstoff ist eines der Gase, das entsteht, wenn die Fruktose auf die Dickdarmbakterien tritt. Er ist nach dem Trinken einer fruktosereichen Lösung in der Atemluft messbar. Wird ein bestimmter Wert erreicht und treten dazu die typischen Symptome auf, besteht eine Fruktosemalabsorption.

 

Welche Lebensmittel rufenBeschwerden hervor?
Honig, Softdrinks, Süsswaren, Backwaren, Fertiggerichte, Früchte und Gemüse, wie Apfel, Birnen, Kirschen, Kohl und Artischocken können bei Personen, welche keinen Fruchtzucker vertragen, Beschwerden verursachen und sollten daher von ihnen nur in kleineren Mengen konsumiert werden.
Auch Säfte und Alkohol in grossen Mengen sind ungeeignet, da auch diese Fruchtzucker enthalten. Zu beachten sind ebenfalls sogenannte „Diabetiker-Lebensmittel“. Fruchtzucker wird diesen,oft zugesetzt.

 

Was sollten Sie bei einer Fruktosemalabsorption beim Kauf von verarbeiteten Lebensmitteln beachten?
Fruktose wird mittlerweile in vielen industriell hergestellten Lebensmitteln zugesetzt. Dies weil er 1.6-mal süsser schmeckt als Traubenzucker. Es wird also weniger davon gebraucht, um die gleiche Süsse zu erzielen.
Vertragen Sie keinen Fruchtzucker, sollten Sie auf der Hut sein und die Zutatenliste genau studieren. Folgende Begriffe bezeichnen „versteckte“ Fruktosequellen:

  • Fruktose-/Glukosesirup
  • Fruchtsüsse
  • Agavendicksaft
  • „mit der natürlichen Süsse von Früchten“
  • Invertzuckersirup
  • Invertflüssigzucker
  • Isomaltulose
  • D-Tagatose

 

Haben Sie Beschwerden nach dem Verzehr von Birnen, Äpfeln oder Fruchtsaft? Dann lassen Sie sich testen, Fruktosemalabsorption ist weit verbreitet.

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