Ernährung

Haare und Ernährung

Warum habe ich Haarausfall?

Wieviele gehen wirklich verloren?
Weitere Artikel zum Thema:
Kategorie:
Autor:
Natalie Zumbrunn

Gehen täglich mehr als 80 Haare aus, sprechen wir von einem verstärkten Haarausfall. Haben Sie dichtes, volles Haar, ist es gut möglich, dass Sie an einem Tag weit über 100 Haare verlieren, ohne von einem ernsthaften Haarausfall zu sprechen.

Haarzählung
Möchten Sie wissen, wie viele Haare Sie verlieren, machen Sie eine Haarzählung. So geht es:
Waschen Sie die Haare. Schliesslich kämmen oder bürsten Sie die Haare gut aus. Sammeln Sie dann alle ausgekämmten Haare. Legen Sie sie glatt auf einen weissen Briefbogen. Die „Ernte“ fixieren Sie mit einem etwa 2 cm breiten, durchsichtigen Klebeband. Schneiden Sie die am Rand des Klebebandes überstehenden Haare mit einer Schere ab. So vermeiden Sie eine Mehrfachzählung. Zählen Sie unter dem Klebeband Ihre Haare. Wiederholen Sie die Vorgehensweise alle drei Wochen. So erhalten Sie eine genaue Masszahl. Sie können beurteilen, ob Sie wirklich an verstärktem Haarausfall leiden.

Finden Sie hier heraus, was zu Haarverlust verursachen kann und was Sie dagegen tun können. Ursachen:

  • Erblicher Haarausfall (androgenetische Alopezie)
    Es gibt verschiedene Arten des Haarausfalls. Eine davon ist der Haarausfall, welcher erblich bedingt ist. In diesem Fall stehen Frauen östrogenhaltigen Präparaten sowie lokale Mittel wie Minoxidil, respektive Männern Tabletten wie Propecia oder Regaine zum Einreiben zur Verfügung. Diese Mittel verlangsamen den Ausfall oder stoppen ihn.
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopeziaareata)
    Bei dieser Form des Haarausfalls sehen Sie runde, kahle Stellen an Ihrem Kopf. In diesem Fall helfen Ihnen Kortison-Präparate und andere Medikamente sowie lokale Immuntherapie, Licht- oder Eximer-Laser-Therapie.
  • Auch Menschen wechseln das „Fell“ Es ist möglich, dass Sie im Herbst mehr Haare als sonst verlieren. Es gibt saisonale Schwankungen bei Ihrem Haarwachstum. Aus der Sicht der Evolution ist es sinnvoll, dass Sie im Winter und Sommer weniger Haare verlieren. Denn Haare schützen Sie vor Kälte wie auch vor starker Sonneneinstrahlung.
  • Schwangerschaft
    Einige Wochen nach der Ankunft Ihres Babys stellen Sie fest, dass Ihnen Ihre Haare ausfallen. Das bezeichnen wir als „Haarwechsel“. Es normalisiert sich wieder. Beim Absetzen Ihrer Anti-Baby-Pille oder beim Umstellen auf solche Präparate kann es zu einem verstärkten Haarwechsel kommen. Das geht vorüber. Hält der Haarausfall über mehrere Monate an, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
  • Stress
    Bei körperlichem oder emotionalem Stress, der über längere Zeit andauert oder besonders heftig ist, können Haare ausfallen. Schwere Erkrankungen wie Leberleiden oder fieberhafte Infekte sind ein Stress für Ihren Körper. Für Ihre Psyche sind Belastungen wie Burn-Out-Syndrom, Appetitlosigkeit, Depressionen und Trauer ebenso Stress. Es kann zu einem diffusen Haarausfall, über den ganzen Kopf verteilt, führen. Bauen Sie den Stress ab, normalisiert sich Ihr Haarausfall.
  • Medikamente
    Gewisse Medikamente wie zum Beispiel gegen zu hohe Blutfett-Werte oder Blutdruck, Blutverdünner oder Narkosemittel können Haarausfall verursachen, welcher vorüber geht.
  • Vergiftungen
    Eine Thallium-Vergiftung in Dosen von mehr als 1 Gramm führt zu einem Haarausfall. Vermeiden Sie sie wie alle Vergiftungen.
  • Nikotinabusus
    Durch starkes Rauchen können Haare verloren gehen. In einer Apotheke oder im Internet bekommen Sie Hilfestellungen, wie Sie mit dem Rauchen aufhören können.
  • Haarkosmetik
    Achten Sie auf eine schonende Haarpflege, indem Sie zum Beispiel auf ungeeignete Anwendungen von Dauerwell-Präparaten oder Färbe-, Blondierungs- und Bleichmitteln verzichten und Haarfestiger oder –lack massvoll nutzen. Für lange Haare tragen Sie im Sonnenurlaub am Meer einen schicken Hut oder sprühen Sie sie mit einem Sonnenspray aus einer Drogerie ein.
  • Bestimmte Mangelerscheinungen
    Mangelerscheinungen zum Beispiel durch Diäten, Essstörungen oder Eiweiss-Mangel können zu einem Haarverlust führen, ebenso Störungen der Schilddrüsenfunktion und Stoffwechsel-Erkrankungen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

Mineralstoff- und Vitaminmangel

  • Auch bei Mangel an Eisen, Zink, Biotin oder Calcium können Haare verloren gehen. Bezüglich Eisenmangel erfahren Sie im Forum „Eisenmangel, was soll ich tun“, was Sie dagegen tun können, respektive bei einem Calciummangel im Artikel „Calcium – Ein Mineralstoff, der Lebensqualität verspricht“. Zink ist in Weizenkeimen, Kürbiskernen, Käse, Innereien, Muskelfleisch sowie Schalentieren enthalten. Bei einer normalen Ernährung haben Sie genügend Biotin und Selen im Körper. Ernähren Sie sich ausgewogen, umgehen Sie einen Vitamin-Mangel. Auf der Plattform www.famillesuisse.ch erhalten Sie eine Menge Tipps zum Thema „gesunde Ernährung“.

Notiz
Leiden Sie unter Haarausfall, empfiehlt es sich, mit Ihrem Arzt auch Haut- und Kopfhaut-Schuppenbildungen abzuklären.

Kommentar hinzufügen

Facebook

Buchtipp

Welche Vitamine und wie viel davon benötigt man? Wozu braucht man sie? Wie…
Autor: Dr. Andrea Flemmer ISBN / EAN: 978-3-7888-0831-0
0