Haidong Gumdo – Koreanische Schwertkampfkunst

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Korea - ein vielfältiges Land
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Falls Sie noch nie etwas von Haidong Gumdo gehört haben, machen Sie sich keine Sorgen. Wir stellen Ihnen diese Sportart aus Korea kurz vor.

 

Haidong Gumdo (ausgesprochen: «Hädong Gamdo») bedeutet "Schwertkampfkunst des Ostmeeres". «Hai» bedeutet «das Meer», «Dong» bedeutet «Osten», «Gum» ist das Schwert und «Do» der Weg. Da die koreanische Halbinsel damals in China auch "Land im Ostmeer" genannt wurde, kann Haidong Gumdo auch einfach als "Koreanischer Weg des Schwertes" übersetzt werden.

 

Vielleicht haben Sie nun eine Szene aus einem ostasiatischen Martial-Arts-Film vor Augen. Wir können Sie beruhigen. Im Haidong Gumdo finden Sie keine wild schreienden und mit Säbeln fuchtelnden Menschen vor, die sich gegenseitig verletzen. Im Gegenteil, es geht eher ruhig und gesittet zu. Im Haidong Gumdo wird, wie bei anderen Kampfkünsten aus Korea, Japan oder China, viel Wert auf Etikette gelegt. Das heisst, es gibt feste Benimmregeln und es wird diszipliniert miteinander trainiert. So trainieren schon die Kinder neben den «Grossen» und beide lernen voneinander.

 

Am Anfang wird mit einem Holzschwert alleine trainiert. Es werden verschiedene Schnittformen, verschiedene Arten das Schwert zu ziehen und Bewegungsabläufe geübt. All dies wird dann im sogenannten Gumbub, dem Formenlauf, angewendet. Dabei kommen Drehungen, Rollen und Sprünge zum Einsatz. Neben dem Einzelformenlauf gibt es auch den Gruppenformenlauf, bei dem traditionell vier Schwertkämpfer möglichst synchron und präzise, ihre einstudierten Abläufe vorführen. Der freie Formenlauf beinhaltet eine eigene Choreografie. Dabei soll eine Geschichte erzählt werden. Es ist also ein kreativer Teil.

 

Bei den Schnitttechniken geht es darum, etwas zu zerschneiden. Hier gibt es das Papierschneiden, den Bambusschnitt und den Wurfschnitt. Beim Wurfschnitt werden Gegenstände, zum Beispiel Äpfel, im Flug zerschnitten. Dies ist dann schon sehr fortgeschritten.

 

Daneben gibt es den Zweikampf. Auch hier wird unterschieden zwischen vorgegebenen, einstudierten Bewegungsabläufen und dem freien Sparring. Auch hier müssen Sie nicht erschrecken. Es stehen gepolsterte Plastikschwerter zur Verfügung und bei Bedarf auch Polsteranzüge. Die scharfe Klinge ist nur sehr fortgeschrittenen Schwertkämpfern vorbehalten und natürlich nur für das Einzeltraining oder den Wurfschnitt. Ob jemand fortgeschritten ist oder nicht, können Sie an den Gürtelfarben erkennen. Auch Haidong Gumdo kennt die Gradierung in Gürtelstufen.

 

In der Schweiz gibt es den Verein Haidong Gumdo Schweiz, der international vernetzt ist. Falls Sie Interesse haben finden Sie hier mehr Informationen und Kontaktdetails. Die Trainer sind immer sehr erfreut über Interesse und es kann jederzeit ein Probetraining absolviert werden. Kurz zusammengefasst bietet diese exotische Schwertkampfkunst folgende Vorteile:

 

  • Erhöhung der Konzentration
  • Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin
  • Steigerung des Selbstvertrauens
  • Innere Ruhe und Ausgeglichenheit
  • Energiekontrolle, mehr Energie für den Alltag
  • Disziplin und Höflichkeit
  • Abbau von Stress, Aggressionen und körperlichen Beschwerden
  • Selbstachtung und Achtung vor Mitmenschen
  • Kraftsteigerung und Kondition
  • Erhöhung der Körperfitness und Koordination
  • Kontakt zu Gleichgesinnten, Aufbau eines Netzwerks
  • Eine Menge Abwechslung zum normalen Rhythmus des Lebens

 

Damit Sie sich ein genaueres Bild machen können, wie so etwas aussehen kann: Hier ein kurzes Video. Somit verbleiben wir mit dem üblichen Gruss: Haidong!

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