Ernährung

Histamin-Intoleranz –Teil 2

Welche Lebensmittel enthalten Histamin?

Worauf Sie achten sollten
Weitere Artikel zum Thema:
Kategorie:
Autor:
Natalie Zumbrunn

Beim Histamingehalt von Lebensmitteln spielt der Faktor Frische eine entscheidende Rolle.

Histamin ist ein Gärungs-, Reifungs- oder Verderbnisprodukt. Wahre „Histaminbomben“ sind verdorbener Fisch und Fischkonserven, Wurstwaren und Trockenfleisch, lang gereifte Käsesorten, Wein, Sekt, Bier und Essig. Andere Lebensmittel enthalten zwar kein Histamin, bewirken aber als sogenannte Histamin-Liberatoren eine Freisetzung des körpereigenen Histamins aus den Speicherzellen. Andere Nahrungsmittel wiederum hemmen die Enzyme im Körper, welche für den Histamin-Abbau zuständig sind. Allgemein zu meiden sind alle Lebensmittel mit Alkohol, Essig, Hefe und Bakterien. Des Weiteren alle Konserven, Fertigprodukte, aufgewärmte Speisen und lang gelagerte Produkte.

 

Lebensmittel, welche am häufigsten Symptome hervorrufen, sind:

  • Rotwein, Sekt, Champagner
  • Lang gereifte Käsesorten, z.B. Emmentaler
  • Fischkonserven, Thunfisch, Meeresfrüchte
  • Fleischkonserven, Wurstwaren, Trockenfleisch, Rohschinken, Salami
  • Hefehaltige Backwaren
  • Tomaten, Sauerkraut, Spinat, Aubergine, Avocado, Hülsenfrüchte
  • Nüsse, vor allem Baumnüsse
  • Pilze
  • Zitrusfrüchte, Orangen, Erdbeeren, Himbeeren , Banane, Ananas, Kiwi, Papaya
  • Convenience Food und Zusatzstoffe
  • Scharfe Gewürze, Essig, Sojasauce, Senf
  • Schokolade, Kakao

Bei einer histaminfreien Ernährung sollten Sie frische, unverarbeitete Produkte bevorzugen. Unbedenkliche Lebensmittel sind frische Fleisch- und Fischwaren, Frischkäse, frische Milch, Rahm, Reis, Kartoffeln, Mais, Hirse, Hafer, alle anderen Gemüse und Früchte sowie frische Kräuter.

Meist reicht nicht wie bei einer Allergie ein einziger Bissen eines bestimmten Lebensmittels aus, um heftige Symptome hervorzurufen. Bei einer HistaminIntoleranz ist oft eine Kombination oder „Anhäufung“ von verschiedenen Faktoren der Auslöser von Symptomen.

Histamin-Intoleranz ist keine reine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Die Symptome können genauso durch Stress, Anstrengung, Medikamente und diverse Chemikalien verstärkt werden. Zu den unverträglichen Medikamenten gehören unter anderem Acetylsalicylsäure (Aspirin), Röntgenkontrastmittel, Schmerzmittel und Anästhetika.

Lassen Sie sich durch eine Fachperson beraten, wenn Sie denken, an einer HistaminIntoleranz zu leiden.

Kommentar hinzufügen

Facebook

Verwandte Artikel

Was Erwachsene meistens freiwillig und…
Was denken Sie, wer zu den grössten…
Überwindet man in kurzer Zeit mehrere…
  •  
  • 1 von 41

Buchtipp

Alternativen zum Zucker sind heute gefragter denn je: Immer mehr Menschen…
Autor: Dr. Andrea Flammer ISBN / EAN: 3867310904
0