Gesundheit

Hormonelle Veränderung bei Gewichtsabnahme

Was passiert im Körper ausser dass die Kilos purzeln?

Homone die Hunger machen
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Haben Sie schon etliche Male Diäten ausprobiert, mit dem Ziel Gewicht zu verlieren und sie sind immer wieder daran gescheitert?

Gewicht abzunehmen benötigt von Ihnen viel Kraft und Durchhaltevermögen. Planen Sie diesen langen und steinigen Weg deshalb genau, wenn möglich mit Hilfe einer Fachperson. Gewicht zu verlieren, ist eine Herausforderung, der Sie jedoch sehr wohl gewachsen sind. Den Haupteinfluss auf Ihre Gewichtsabnahme haben Sie, indem Sie entscheiden, was, wie, wann und wie viel Sie essen.

Gewicht nehmen Sie ab, wenn Sie mehr Energie verbrauchen als Sie zuführen. Ihr Energieverbrauch können Sie durch Bewegung gezielt steigern. Hier können Sie grossen Einfluss nehmen. Die Energiezufuhr können Sie ebenfalls durch das Essen beeinflussen. Unser Essenverhalten wird einerseits durch unseren Körper beeinflusst, anderseits durch unsere Umwelt und unsere Psyche.

Die Essenaufnahme wird von unserm Körper über das Hunger- und Sättigungsgefühl reguliert. Hunger veranlasst uns zum Essen, Sättigung stoppt das Essen. Ebenso wichtig ist, wie fest der Magen durch das Essen gedehnt wird und wie die Mahlzeit zusammengesetzt ist.

Unser Körper produziert Sättigungshormone. Je mehr wir essen, je mehr werden sie ins Blut abgegeben. Sie gelangen über das Blut zum Gehirn und informieren dieses, dass Essen zugeführt wurde. Es kommt zum Sättigungsgefühl. Dadurch fühlen Sie sich nach 20-30 Minuten nach Essbeginn satt. Die Sättigung erreicht ein Maximum und nimmt anschliessen langsam wieder ab. Nach einer Essenspause steigt in unserem Körper das Hungerhormon in Blut an. Wir bekommen wieder Hunger.

Langfristig wird das Essen von unserm Körper über Leptin gesteuert. Leptin ist ein Hormon, welches von unserem Fettgewebe produziert wird. Leptin wird auch als Adipositassignal bezeichnet. Es wird abhängig von der Grösse und Aufbau des Fettgewebes produziert. Ein hoher Leptinspiegel im Blut ist Zeichen für viel Fettgewebe. Dies hat zur Folge, dass die Nahrungsaufnahme langfristig gedrosselt und der Energieverbrauch des Körpers angekurbelt wird. Ein tiefer Leptinspiegel ist Zeichen für wenig Fettgewebe. Die Nahrungsaufnahme wird langfristig angeregt und der Energieverbrauch des Körpers wird auf Sparflamme gesetzt.

Essen dient in unserem Alltag jedoch nicht nur zum Sattwerden. Essen erfüllt uns auch andere Dinge. Zum Beispiel dient Essen dazu, negative Gefühle und Langweile zu überbrücken, Stress zu bewältigen oder als Belohnung und Trost. Möchten Sie Gewicht reduzieren, werden Sie sich bewusst, aus welchen Gründen Sie essen. Suchen sie neue Strategien, die Sie im Alltag anwenden können als Ersatz für das Essen. Hier können Sie aktiv werden und Ihr Essenverhalten beeinflussen. Gelingt es Ihnen, durch weniger Essen, Gewicht – sprich Fett – abzunehmen, so wird weniger Leptin produziert wie bis anhin. Der tiefe Leptinspiegel führt dazu, dass Ihr Körper auf Sparflamme schaltet.

Es wird weniger Energie verbraucht. Neben dem Leptinspiegel sinkt auch der Pegel an Sättigungshormonen ab, wodurch Sie weniger satt sind. Der Körper möchte sein Gewicht gerne behalten und kompensiert dies mit einem Anstieg des Hungerhormones. Sie verspüren mehr Hunger. Ihr Gedanken ans Essen und Ihr Appetit steigen. Die hormonelle Veränderung ist ein Faktor, der die Gewichtsabnahme im Alltag erschwert. Es gibt jedoch zahlreiche Faktoren, die Sie selbst in der Hand haben und beeinflussen können. Sie haben es in der Hand.

Entwickeln Sie im Vorfeld Strategien, die Sie einsetzen können um mit dem zunehmenden Hungergefühl umgehen zu können. Ihre Gedanken können Sie aktiv steuern, wenn Sie diese Fallgrube kennen. Versuchen Sie das Hungergefühl hinauszuzögern. Nehmen Sie den Hunger bewusst war. Was verspüren Sie in diesem Moment? An welchen Körperteilen spüren Sie etwas? Überlegen Sie sich, was Sie tun können, um das Hungergefühl in diesem Moment zu schwächen. Sie können zum Beispiel etwas lesen, Musik hören, singen, sich entspannen, nach draussen gehen, ein Kaugummi kauen und vieles mehr. Versuchen Sie zu Beginn das Hungergefühl für wenige Minuten hinauszuzögern. Steigern Sie diese Zeit, bis Sie einen Essrhythmus gefunden haben, der Ihnen und Ihrem Gewicht gut tut.

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