Gesundheit

Huminsäuren

Im Kampf gegen Schadstoffe

Magen-Darm in Schuss halten
Kategorie:
Autor:
Natalie Zumbrunn

In Lebensmitteln wie Kaffee, Tee, in bestimmten Bieren und in der Brotkruste sowie auch in gebratenem Fleisch nehmen wir Huminsäuren täglich zu uns, ohne dass es uns bewusst ist. Die chinesische Medizin kennt sie schon lange und schätzt sie als nebenwirkungsfreies Arzneimittel für eine Reihe unterschiedlichster Beschwerden: Von Blähungen über Gelenkbeschwerden bis hin zu Ekzemen und Allergien. Selbst in der Tiermedizin wurden Huminsäuren in Form von frischem Torf vorbeugend gegen die Maul-und Klauenseuche verfüttert. Welches Geheimnis steckt hinter ihrer gelobten Wirkungsweise?

Huminsäuren sind chemische Verbindungen, die neben anderen Huminstoffen während des Abbauprozesses von biologischem Material durch „Humifizierung“ gebildet werden.Sie kommen natürlicherweise in Humusböden, Torf und Braunkohle vor.Erstmals beschrieben wurden die Huminsäuren vom deutschen Chemiker Karl Franz Achard im 18. Jahrhundert.Weniger bekannt ist, dass sich Huminsäuren,beziehungsweise Bruchstücke davon, auch bei technologischen Verfahren bei der Herstellung von Lebensmitteln wie beispielsweise bei Back- und Röstprozessen oder der Fermentierung bilden.

Im täglichen Leben sind wir zunehmend schädigenden Umwelteinflüssen ausgesetzt. Unser Körper ist bis zu einem gewissen Masse selbst in der Lage, diese Schadstoffe abzubauen und zu beseitigen. Die heutige Umweltbelastung des modernen Menschen überschreitet allerdings oft diese Selbstreinigungsmöglichkeiten der körpereigenen Abwehrsysteme. Insbesondere chronische Erkrankungen der Haut wie Neurodermitis, Erkrankungen des Verdauungssystems, der Psyche in Form von depressivenVerstimmungen oder Schlafstörungen sowie Rheuma und Allergien sind häufig Folgen von Schadstoffbelastungen.

Wie können Huminsäurem helfen?
Huminsäuren bedecken filmartig die Magen-Darm-Schleimhäute und hindern so die Anhaftung von Fremdstoffen. Dadurch können einerseits entzündliche Prozesse der Schleimhäute ruhig gestellt und schneller zur Abheilung gebracht werden. Andererseits wird ein vermehrtes Übertreten von Schadstoffen aus dem Darm in den Stoffwechsel verhindert. Huminsäuren besitzen die Fähigkeit, Schadstoffe in unserem Körper fest an sich zu binden. Die hohe Bindungsfähigkeit übt einen Schutz aus gegen Schwermetalle, Pilzgifte und Abbauprodukte von Bakterien und Viren. Diese Schadstoffe werden von den Huminsäuren abgefangen und ausgeschieden, bevor sie zu krankheitsauslösenden Effekten führen. Beispielsweise können Lebensmittelallergiker nach einer „Sündigung“ die Nachwirkungen des verbotenen Lebensmittels entkräften und mit Huminsäuren quasi einen Entgiftungsprozess starten. Ebenso können chronische Erkrankungen wie beispielsweise rheumatische Beschwerden durch Huminsäuren positiv beeinflusst werden.

Überdies sorgen Huminsäuren für eine längere Verweildauer der Nahrung im Darm und somit für ihre bessere Verwertung und Aufnahme der darin enthaltenen Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien durch die Darmwand. Auf diese Weise kann beispielsweise ein erhöhter Calciumbedarf von Frauen mit Osteoporose-Beschwerden besser abgedeckt werden. Angenehmer Nebeneffekt: Wo weniger Schadstoffe lagern, kommt es automatisch zu einer Abnahme von Gärungs- und Fäulnisprozessen und somit lassen sich auch Blähungen besser in den Griff bekommen. Ausserdem können Huminsäuren die Produktion von weissen Blutkörperchen stimulieren und so unser Abwehrsystem unterstützen.

Mit der täglichen Nahrung nehmen wir – leider – nur Bruchstücke dieser wertvollen Huminsäuren zu uns. Spezielle, rein pflanzliche Präparate aus Huminsäuren können sinnvoll sein bei Beschwerden durch Schadstoffbelastungen, Durchfallerkrankungen, einer Nahrungsumstellung, bei geschwächter körpereigener Abwehr oder bei verschiedenen chronischen Krankheiten.

“Im Darm sitzen Tod und Leben” sagt ein arabischesSprichwort. Damit wird deutlich, wie wichtig ein gesunder Darm für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden ist.

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