Mobbing, Teil 2: Terror in der Arbeitswelt

Ist Ihr Betrieb mobbingfördernd?

Mobbing macht krank. Finden Sie heraus, ob in Ihrer Bude gemobbt wird. Dazu Tipps, wo Mobbing-Opfer Hilfe finden.

Ausgrenzung macht Menschen fertig. Wehren Sie sich gegen Mobbing-Versuche am Arbeitsplatz.
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Kategorie:
Autor:
Beat A. Stephan

Fragebogen

Wie mobbig sind denn Ihre Bosse?

Zur Hauptsache liegen die Auslöser für Mobbing in ungünstigen Arbeitsbedingungen. Kreuzen Sie bei dieser Checkliste die Fragen an, die Sie mit «Ja» beantworten müssen. Je mehr Fragen Sie ankreuzen, desto grösser ist das mobbingfördernde Klima in Ihrem Betrieb.

❑ Alltägliche Konflikte werden nicht angesprochen und bereinigt.

❑ Die Rollen, Kompetenzen und Zuständigkeiten sind nicht transparent.

❑ Die mangelnde Übereinstimmung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung (Aufgaben mit quantitativer Überlastung und qualitativer Unterbelastung, monotone Arbeit, geringe Selbstbestimmung in der Arbeit und anderes) äussert sich im Alltag in mangelnder Entscheidungs- und Handlungsfreiheit.

❑ Mein Vorgesetzter/meine Vorgesetzte gibt mir ungenaue Instruktionen.

❑ Die Kommunikation im Team und zum/zur Vorgesetzten ist mangelhaft.

❑ Arbeitsbezogene Probleme können nicht gemeinsam gelöst werden.

❑ Das Betriebsklima ist geprägt durch Misstrauen, schlechte Beziehungen unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und unangenehmes Verhalten des/der Vorgesetzten.

❑ Ich habe entscheidungsschwache Vorgesetzte, die bei Konfliktsituationen nicht eingreifen.

❑ Mein Vorgesetzter/meine Vorgesetzte hat eine Laisser-faire-Haltung oder einen autoritären Führungsstil.

❑ Unsere Abteilung steht in einem Umstrukturierungsprozess; die Transparenz bezüglich Arbeitsorganisation und deren Veränderung ist mangelhaft.

Informationen: Martina Ulmann, Personalberaterin

 

So krank macht Mobbing
 

  1. Ein Mobbingopfer verliert durch den anhaltenden Stress seine Sicherheit. Damit sinken dessen Arbeitsleistungen. Die Angst am Arbeitsplatz wirkt sich auch auf das Privatleben aus: Die Beziehungen zu Freunden und zur Familie verschlechtern sich.
  2. Typische körperliche Folgen von Mobbing sind Kopfschmerzen, Atemnot, Herz- und Verdauungsbeschwerden, Schlafstörungen oder im schlimmsten Fall ein Herzinfarkt.
  3. Psychische Folgen sind Konzentrationsstörungen, Grübelzwang, Reizbarkeit und Gedächtnisstörungen, Angstzustände, aber auch Depressionen.
  4. Im Extremfall endet Mobbing mit einem Nervenzusammenbruch, der Einweisung in eine Klinik oder gar mit einem Suizid.

Beat A. Stephan

 

Beratung und Info

  • Viele Betriebe, Vereinigungen und Gewerkschaften bieten interne Mobbing-Beratung an. Eine Zusammenstellung von Anlaufstellen finden Sie bei untenstehendem Link.
  • Hilfe für Betroffene bietet das Buch «Mobbing – Psychoterror am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen wehren kann» von Heinz Leymann (rororo).
  • Das Standardwerk für die Schweiz ist das Buch «Mobbing - was tun? So wehren Sie sich am Arbeitsplatz» von Irmtraud Bräunlich Keller. Es ist im Beobachter-Verlag erschienen und unter untenstehendem Link zu bestellen.

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