Kaum gesehen, schon analysiert

Sag mir, was ich gerade anschaue: Mobiltelefone mit Kameras erklären ihren Nutzern die Welt.

Augmented Reality (Bild: mentaio)
Autor:
Thomas Gräser

Der Tennis-Spieler schlägt auf, der Linienrichter schreit. Die computergestützte Wiederholung zeigt die Bahn des Balls und den exakten Punkt, wo er gelandet ist. Oder im Fussball wird bei einem Freistoss die Entfernung zum Tor eingezeichnet, beim Skispringen werden die Weiten der Springer sofort ersichtlich.

Diese Anwendungen gehen in Richtung der sogenannten Augmented Reality (AR), in etwa zu übersetzen mit erweiterte Realität. Das Ziel dieser Entwicklung ist, dass ein Benutzer zu dem, was er gerade betrachtet sofort (sämtliche) Informationen abrufen. In diesem Sinne sind die obigen Beispiele noch keine echte AR.

Im Film gibt es die AR allerdings schon. Zum Beispiel in den Terminator-Filmen. Roboter visieren Personen oder Objekte an und erhalten sämtliche verfügbaren Informationen dazu eingeblendet. Ganz ähnlich war dies bereits in der Serie Raumschiff Enterprise, dort gab es die ausserirdische Rasse der Borg.

Von diesen Beispielen her gesehen steckt die AR noch in den Kinderschuhen. Heute funktioniert es noch so, dass Markierungen an Objekte angebracht werden, die analog zu einer Internet-Adresse Informationen abrufen und auf dem Display anzeigen. Heute kann man damit zum Beispiel den genauen Standpunkt eines Ortes ermitteln. Nützlich könnte dies in grossen Einkaufszentren sein, wenn man ein Geschäft sucht. Oder auf einer Messe, wo man einen spezifischen Stand sucht.

Für das iPhone von Apple gibt es nun eine sogenannte App dazu, den Browser «junaio» von der Firma metaio. Dieser nutzt die sogenannte LLA-Marker-Technologie, wie oben beschrieben. Eine erste Anwendung hat man umgesetzt, eine AR-Schnitzeljagd im Rahmen des Musik-, Film- und Interaktivitätsfestivals South by Southwest.

Ein anderes Anwendungsbeispiel gefällig?

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