Ernährung

Kinderprodukte

Mit der Extra-Portion Milch?

Auch wenn's drauf steht - ist es nicht unbedingt gesund
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Lebensmittel, welche speziell auf die Zielgruppe Kinder ausgerichtet sind, werden als Kinderprodukte bezeichnet. Durch auffällige Verpackungen, kindergerechte Portionsgrössen und Gesundheitsversprechen werden Ihre Kinder oder Sie als Eltern zum Kauf dieser Produkte animiert. Beispiele für Kinderprodukte sind:

  • Produkte der Marke „Kinder-“, wie Milchschnitte, Riegel oder Bueno
  • Fruchtzwerge-Quark
  • Capri Sonne
  • Kelloggs Produkte
  • Nimm2 Gummibonbons
  • Nesquik Snack
  • Und natürlich viele andere

 

Kinderprodukte werden mit Comicfiguren und Spielzeugbeigaben beworben und stehen daher bei Kindern hoch im Kurs. Doch die Beliebtheit bei den Kindern ist problematisch: Die Kinderprodukte sind meist stark zucker- oder fetthaltig, sind stark verarbeitet und enthalten künstliche Aromastoffe. Obwohl sie zum Teil wahre Kalorienbomben sind, werden sie in der Werbung oft als gesund angepriesen. Das suboptimale Verhältnis der Nährstoffe zeigt sich am Beispiel der „Capri Sonne“ und dem „Nesquik Snack“: 1 Schnitte des Kakao-Snacks enthält rund 16 Gramm Zucker, 1 Packung der Fruchtlimonade etwa 20 Gramm. Dies entspricht bei einem 7-Jährigen Mädchen ungefähr 40 beziehungsweise 50 Prozent der täglich empfohlenen Zuckermenge.

Kinderprodukte können Sie als Süssigkeiten betrachten und daher sollten Sie sie zurückhaltend in den Speiseplan einbauen. Folgende Tipps können Ihnen im Umgang mit Kinderprodukten behilflich sein:

  • Halten Sie Ihre Kinder zu einem massvollen Umgang an. Dies gelingt beispielsweise mit einer Box: Lassen Sie Ihr Kind zu Beginn der Woche einen Vorrat in eine Box legen. Ihr Kind kann es sich dann selber einteilen, an welchem Tag, es wie viel davon essen möchte.
  • Lassen Sie Ihre Kinder ausreichend von den Hauptmahlzeiten essen, dann ist der Heisshunger auf süsse Kinderprodukte geringer.
  • Seien Sie Vorbild, indem sie selbst massvoll mit Kinderriegel & Co. umgehen.
  • Vermeiden Sie es, Kinderprodukte als Belohnung oder Trostmittel anzubieten. Braucht Ihr Kind Trost, schenken Sie ihm Zeit, lesen Sie ihm eine Geschichte vor oder spielen Sie ein Spiel mit ihm.
  • Kombinieren Sie Kinderprodukte: Reichen Sie beispielsweise zum Kinderriegel eine Frucht.

 

Coop versucht den guten Ruf der Kinderprodukte seit einigen Jahren mit der Produktelinie JaMaDu zu betonen: Ein buntes Sortiment aus Früchten und Reiswaffeln über Milchprodukte bis hin zu Fertigravioli, die Auswahl ist gross. JaMaDu-Produkte zeichnen sich durch möglichst geringen Zuckerzusatz, sparsame Verwendung von Fett und Salz, sowie kindergerechten Portionsgrössen aus. So enthalten 9 Stück der Honig-Mandel-Biscuits von JaMaDu rund 3 Gramm Zucker, was etwa 7 Prozent der täglich empfohlenen Zuckermenge des 7-jährigen Mädchens entspricht.

Auch die Migros baut eine kindergerechte Produktlinie auf: Die Lilibiggs-Produkte werden mit „sinnvoller Kinderernährung beworben“ und in kindergerechten Portionen verkauft.

Kinderprodukte können trotz Gesundheitsversprechen eine Menge Energie liefern. Seien Sie achtsam und studieren Sie die Nährwertangaben auf der Packung!

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