Saubers unterwegs

Klein und Gross - der Mazda CX-7

Der Mazda CX-7 ist so gross, wie gemäss Albert Einstein alles relativ ist. Fragt sich, ob er den Familienalltag nicht nur relativ, sondern effektiv meistert.

CX-7: Nicht zu klein, nicht zu gross.
Kategorie:
Autor:
Beat Sauber

 

Beats Männermeinung:

Den Mazda CX-7 durften wir entgegen nehmen, gleich nachdem wir den Riesen Mazda CX-9 wieder beim Händler abgeliefert hatten. In diesem Moment erschien mir Albert Einstein und sagte, was er immer sagt: Alles ist relativ. Das Crossover-Modell CX-7 ist an und für sich ein grosses Auto: 4,7 Meter lang, knapp 1,9 Meter breit, 1,6 Meter hoch, knapp 1900 Kilogramm Leergewicht. Verglichen mit dem grossen Bruder CX-9 beschlich einem im ersten Moment und auch auf den ersten Fahrmetern das Gefühl, man sitze in einem überaus kompakten Fahrzeug. Die Aussage Mazdas, der CX-7 verfüge über einen genügend grossen, flexiblen Innenraum bei kompakten Aussenmassen ist diesbezüglich zu unterschreiben. Aber nur, wenn man nicht von der Fiat 500er Klasse aus an ihn heran tritt. Alles ist eben relativ.

Die Angewöhnung an den CX-7 gestaltete sich relativ einfach. War der CX-9 ein Gefährt, über dessen schier unbeschränkten Stauraum man sich während eines verlängerten Wochenendes im Tessin erfreute, konnte man im CX-7 das Gefühl geniessen, ein Auto zu fahren, das von seinen Dimensionen her deutlich näher dran ist an den Alltagsbedürfnissen einer vierköpfigen Familie. Es gab nie zu wenig Platz – und gleichzeitig fast nie das Gefühl, verschwenderisch viel ungenutzen Raum spazieren zu fahren.

Abgesehen von Bodenfreiheit und entsprechend Fahrzeughöhe kommt der Aufbau des CX-7 dem eines Kombis nahe. Und Kombis, so viel darf ich hier verraten, sind im Familienalltag meine bevorzugten Begleiter. Sie sind praktisch, selten protzig, wenig verschwenderisch, ideal. Die Bodenfreiheit, die erhöhte Sitzposition, die teilweise etwas grössere Innenraumhöhe sind Werte, die bei Crossover-Modellen, ein anderes Wort für (soft) SUVs, häufig und frenetisch angepriesen werden. Und es soll Leute geben – Esther beispielsweise – für die ist beispielsweise die erhöhte Sitzposition die Erfüllung eines fahrerischen Wunschtraums. Ich für meinen Teil brauche das nicht.

 

"Auf ganz kurzen Strecken, auf längeren Routen, alleine, mit der ganzen Familie, ganz easy, oder etwas sportlicher. Immer trat der CX-7 souverän auf."

 

Was man Crossovern wie dem CX-7 (und auch reinrassigen Offroadern) allerdings lassen muss: Sie vermitteln ein Sicherheitsgefühl, das seinesgleichen sucht. Da ist so viel Material um einen herum, dass man das Gefühl hat, es könne einem nichts passieren.

Mit diesem herrlichen Gefühl bewegte ich den CX-7 während zwei Wochen. Auf ganz kurzen Strecken, auf längeren Routen, alleine, mit der ganzen Familie, ganz easy, oder etwas sportlicher. Immer trat der CX-7 souverän auf. Das Fahrwerk gefiel mir sehr viel besser, als jenes des grossen Bruders CX-9, der schon etwas zum Schaukeln neigte. Der Motor, ein 2,2 Liter Turbodiesel mit 173 PS, erwies sich als das perfekte Aggregat. Gepaart mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe war sportliches Fahren ebenso möglich, wie schaltfaules Cruisen. Kraft war zu jeder Zeit genügend vorhanden und der Durst hielt sich in Grenzen (Albert Einstein: Alles ist relativ.)

Zu den überzeugenden Fahrleistungen passte ein gelungenes Interieur. Der Innenraum war schlicht und schön gestaltet. Die Sitze lassen sich (vorne und hinten) sinnvoll verstellen, die Materialisierung des Armaturenbretts versprühte trotz mehrheitlichem Plastikeinsatz Stil. Frappante Mängel, die im Alltag für Ärger gesorgt hätten, musste ich keine finden. Wohl hätte ich mir auf der einen oder anderen beruflichen Fahrt in irgendeine abgelegene Pampa ein Navigationsgerät gewünscht. Ein solches wäre aber optional erhältlich.

Um die Relativitätstheorie zu einem greifbaren Abschluss zu bringen: Wer einen Mazda kaufen will und nicht zwingend unfassbar viel Raum braucht, dem sei gesagt: Der CX-7, der kleine Bruder des CX-9, trumpft gross auf.

 

 

 

 

 

Esthers Frauenmeinung:

Als meine Schwägerin den Mazda CX-7 sah meinte sie was für ein riesiges Auto dies doch sei. Ich war erstaunt. Denn nach dem vorgängigen Testfahrzeug Mazda CX-9 schien mir die Postur des Wagens wahrlich nicht mehr so gross. Im Gegenteil. Ich erwähnte Beat gegenüber mehrmals wie gut ich die Grösse des Mazda CX-7 fand. Und ich stehe in der Regel nicht auf riesige Fahrzeuge.

Dennoch: Immer wieder überschätzen wir die Grösse des Kofferraums. Etwa als wir einen neuen Gartentisch nach Hause transportieren wollten. Vielleicht traute man dem Mazda CX-7 durch die Höhe mehr zu und liess sich davon täuschen.

Im ersten Moment war ich erstaunt, wie tief ich in diesem hohen Auto sass. Ich war fast schon ein bisschen enttäuscht, denn schliesslich liebe ich es beim Fahren, möglichst hoch oben zu sitzen und über der Strasse zu thronen. Doch zum Glück machte mich Beat schon bald auf ein Knöpfchen aufmerksam. Damit konnte ich den Sitz nach oben gleiten lassen und ich hatte die erhöhte Sitzposition welche ich so sehr mag. Der Fahrersitz waren zudem mit einer Memory-Funktion ausgestattet. Drei verschiedene Sitzpositionen können damit problemlos abgespeichert werden.

 

"Ich fühlte mich gut aufgehoben im Wagen und es wurde mir alles geboten was ich brauchte. Sogar noch ein bisschen mehr."

 

Der CX-7 bot noch manch weitere nette Ausstattungen. Sei es die integrierte Rückfahrkamera, Lederrenkrad, hinten getönten Scheiben oder edlen Ledersitze. Bei all diesem Luxus vermisste ich jedoch ein Navigationssystem. Bei manchen Situationen im Alltag wäre ich froh darum gewesen. Etwas ungeschickt konzipiert war auch die Geschwindigkeitsanzeige. Bei gemütlichem Tempo sah man kaum, wo der Zeiger steckte, da dieser so weit unten war. Erst ab etwa 80 km/h sah man auf den ersten Blick, wie schnell man unterwegs war.

Inzwischen bin ich ein Diesel-Befürworterin. Ich fahre lieber mit den robusteren Dieselmotoren und schätze die Kraft. Noch wichtiger finde ich den kleinen Beitrag an die Umwelt, welcher damit im Vergleich zu einem Benziner gemacht werden kann. Und der Mazda CX-7 war für einen Vierradantrieb wirklich sparsam was sich nebst dem Beitrag an die Umwelt auch positiv auf das Portemonnaie auswirkte.

Ich war sehr gerne mit dem CX-7 unterwegs. Optisch war er ein hübscher Begleiter. Irgendwie war einfach auch das Fahrgefühl schöner und intensiver als bei anderen Autos. Ich fühlte mich gut aufgehoben im Wagen und es wurde mir alles geboten was ich brauchte. Sogar noch ein bisschen mehr. Vielleicht machten es diese Extras gerade aus, warum sich das Fahren im CX-7 so gut anfühlte.

 

Weitere Angaben:

Der Mazda CX-7 ist erhältlich ab 43'060 Franken. Weitere Informationen zu Preisen, Ausstattungen und Motorisierungen finden sich hier

 

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