Essen und Kochen

Konjak – die Teufelszunge

In Südostasien ist die Wurzel schon länger bekannt. Hier in Europa gewinnt sie zunehmend an Interesse und findet vor allem in kalorienbewussten Haushalten immer mehr Anhänger.

Konjaknudeln sind kohlenhydratarm.
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Die Teufelszunge ist eine Pflanze, welche auch gut in Kübeln gezogen werden kann. Sie ist anspruchslos und bevorzugt Plätze mit Schatten und feuchter Erde. Die eigentliche Knolle wächst über dem Boden und aus ihr heraus wächst ein Blatt. Dieses kann bis 1,8 Meter im Durchmesser werden. Im Herbst fällt es in sich zusammen und schützt die Knolle, welche einen Durchmesser von bis zu 25 Zentimeter erhalten kann, im Winter vor Frost. Dann bilden sich auch Tochterknollen. Diese sind nach Ablauf der Vegetationsperiode separat, also nicht mehr mit der Mutterknolle verbunden und bilden somit eine eigene Pflanze. Wenn die Knolle, ungefähr ein halbes Kilogramm schwer ist, bildet sich daraus im Frühling eine meist streng riechende Blüte. Auf dem Blattkolben sitzen weibliche und männliche Einzelblüten und mithilfe der angelockten Insekten, findet die Bestäubung in zwei Schritten statt. Die dabei gebildeten Orangen Beeren werden vom Menschen nicht gegessen.

Was in der asiatischen, vor allem der japanischen Küche, oft verwendet wird, ist die Knolle. Sie enthält viele Polysaccharide. Diese Nahrungsfasern haben den Vorteil, dass sie sehr viel Wasser binden. Dies macht sich auch die Kosmetikindustrie zunutze. Konjakmehl, auch als Lebensmittelzusatzstoff E 425 bekannt, wird oft auch in Hautcremen verwendet. Um aus Konjakmehl ein Nahrungsmittel zu erhalten, wird es mit Wasser und Kalziumhydroxylösung angerührt. Diese geleeartige Masse wird in gewünschte Form wie Nudeln, Blöcke oder Reiskörner gepresst und in einer wässrigen Lösung verpackt.

Nahrungsmittel aus Konjakmehl sind vegan, gluten-, laktose- und fettfrei sowie sehr schnell gekocht. Mit acht Kilokalorien pro hundert Gramm Nahrungsmittel sind die Produkte energiearm und werden deshalb oft auch für die LowCarb-Küche angepriesen. Die geleeartige Konsistenz ist etwas gewöhnungsbedürftig und auch wenn sie den bekannten Teigwaren aus Weizenmehl ähnlich sehen, empfinden die meisten Menschen sie im Mund als ganz anders. Geschmacklich lässt sich ein leichter Fischgeschmack ausmachen. Eine gut gewürzte und aromatische Sauce überdeckt diesen Nebengeruch jedoch. Es empfiehlt sich, Konjakprodukte vor dem Kochen kurz unter kaltem Wasser abzuspülen, dann ungefähr eine Minute in Salzwasser zu kochen, das Wasser abzuleeren und das Produkt sofort mit einer Sauce zu mischen. Wie bereits erwähnt ist es von Vorteil, die Sauce sehr gut zu würzen und damit Akzente zu setzen. Lassen Sie die Sauce einige Minuten einziehen und geniessen Sie die energiearmen Nudeln oder den Reis dann.

Wir wünschen einen guten Appetit, wenn Sie mal ein Konjak-Produkt in Ihr Essen integrieren.

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