Sport & Bewegung

Leichtfüssig - die Wirkung des Tanzens

Kennen Sie jemanden, der vom Tanzen förmlich vernarrt ist? Haben Sie sich auch schon gefragt, weshalb diese Sportart wie keine Andere Emotionen transportieren kann? Dann wird dieser Artikel bestimmt eine spannende Lektüre für Sie sein.

Tanzen befreit
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Tanz als Sprache

Einige Neurowissenschaftler vermuten, dass das Tanzen noch vor der verbalen Sprache zur Kommunikation eingesetzt wurde. Dies folgt aus der Tatsache, dass Menschen durch Tanz Emotionen ausdrücken können. Die Maori sind mit ihren «Haka» ein berühmtes Beispiel für solche nonverbale Kommunikation. Die Ureinwohner Neuseelands nutzten diese Tänze zur Kommunikation zwischen verschiedenen Stämmen.

 

Tanz und Körperwahrnehmung

Tänzer haben eine verschärfte Körperwahrnehmung, so weit so gut. Verblüffend ist jedoch die Tatsache, dass professionelle Tänzer sich teilweise mehr auf Ihr Körpergefühl verlassen als auf andere Sinne wie den Sehsinn. Dies steht im grossen Unterschied zu Nicht-Tänzern, welche alle Sinne gleichermassen miteinbeziehen, wenn es um das Lösen von körperbezogenen Aufgaben geht. Tänzer lösen koordinative Aufgaben deutlich besser als Laien, obwohl sie den Sehsinn zugunsten des Körpergefühls vernachlässigen.

 

Tanz als Sport

Beim Tanzen werden verschiedenste physiologische Prozesse angeregt: So können Sie mit regelmässigem Tanzen Ihre Koordinationsfähigkeit, Muskelkraft, Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit verbessern. Ganz nebenbei schüttet Ihr Körper beim Tanzen Serotonin aus. Dieses Hormon sorgt dafür, dass Sie sich glücklich und entspannt fühlen.

 

Das Gehirn tanzt mit

Tanzen trainiert das Gehirn durch die mit der Sportart einhergehende Koordination und Konzentration. Menschen, welche regelmässig tanzen, können ihre Aufmerksamkeit besser bündeln. Zudem haben sie eine kürzere körperliche Reaktionszeit. Erstaunlich ist die Tatsache, dass wir je nach Tanzerfahrung Bewegungen anders sehen. Als Laie und Nicht-Tänzer können wir eine Pirouette nicht in ihre Einzelschritte zerlegen. Menschen mit viel Tanzerfahrung sehen dieselbe Pirouette als Abfolge von mehreren, definierten Teilbewegungen. Sie können also nur vom Zusehen analysieren, was der Körper wann machen muss, um die gesehene Bewegung vollführen zu können. Dies funktioniert über eine Art «Körpergedächtnis».

 

Tanzen und Gesundheit

Auch zur Prävention von Krankheiten hat sich das Tanzen in den letzten Jahren einen Namen gemacht. So können Sie mit regelmässigem Tanzen Ihr Herz-Kreislaufsystem stärken und Alzheimer vorbeugen. Zudem können Anspannungszustände durch die Bewegung zu Musik verbessert werden.

 

Geben Sie sich einen Ruck und schwingen Sie ab und zu Ihr Tanzbein! Ihr Körper und Ihre Psyche werden Ihnen dafür danken.

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