Ernährung

Muttermilch - ein ausgewogener Start ins Leben

Das Beste für Ihr Kind

Auch gut für die Mutter-Kind-Beziehung
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Erwarten Sie ein Kind? Drehen in ihrem Kopf Gedanken wie,wie soll das Baby heissen und wie soll das Kinderzimmer aussehen? Sind sie mit Babykleidereinkäufen beschäftigt? In der Schwangerschaft bereiten Sie sich als werdenden Eltern auf die Geburt und die Zeit danach vor. Wichtige Entscheidungen werden getroffen. Setzten Sie sich zusammen mit Ihrem Partner genug früh mit dem Thema Stillen auseinander. Die Stillzeit ist ein völlig neuer Abschnitt in Ihrem Leben. Das Stillen kann für Sie und Ihr Kind eine sehr schöne und wertvolle Zeit darstellen. Stillen versorgt ihr Kind mit allen nötigen Nährstoffen optimal, schützt vor Infektionen und fördert die Beziehung zwischen Ihnen und ihrem Kind. Die Muttermilch ist zu jeder Zeit verfügbar, ist richtig temperiert und in der richtigen Zusammensetzung verfügbar. Obwohl Stillen die natürlichste Sache der Welt ist, stellt sie eine Fähigkeit dar, die jede Mutter erst erlernen muss. Vor allem der Start kann Stolpersteine enthalten, die jedoch mit Hilfe und Unterstützung von gut ausgebildeten Fachpersonen wie Hebammen und Still- und Laktationsberaterinnen bewältigt werden können.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt in den ersten 6 Monaten ausschließliches Stillen. Das heißt das Kind erhält neben der Muttermilch kein weiteres Essen oder Getränke.

Das Kind braucht für die Ausreifung der Organe und den körperlichen Wachstum vor allem Energie. Ein Baby trinkt nur kleine Mengen Milch aufs Mal. Deshalb ist es wichtig, dass in dieser viel Energie enthalten ist. 100ml reife Muttermilch liefern ungefähr 290 kcal. Dies ist gleich viel Energie liefern 100g Cremeschnitte. Die Muttermilch enthält Wasser, Kohlenhydrate, Fette, Eiweisse, Mineralstoffe, Vitamine und Abwehrstoffe. Der größte Nährstoffanteil machten Kohlenhydrate mit 7g pro 100ml reife Muttermilch aus. Die menschliche Milch ist die kohlenhydratreichste Milch aller Säugetiere. Menschen haben das größte Gehirn und dieses braucht Zucker. Die Milch von Tieren weißt einen größeren Anteil an Eiweißen auf. Die Tiere müssen schnell wachsen, damit sie in der Natur überleben können. In der Schweiz wird die Supplementierung von Vitamin D und Vitamin K bei Säuglingen empfohlen, unabhängig davon ob die Kinder gestillt werden oder Säuglingsmilch erhalten.

Der Bedarf eines Kindes an der mütterlichen Brust zu saugen ist sehr individuell und liegt zwischen 8 bis 10 Mal am Tag. Das Saugen des Kindes an der Brust regt die Milchproduktion an. Durch die Gesamttrinkmenge, den Trinkrhythmus und die Stärke des Saugens wird Ihrem Körper mitgeteilt, wie viel Milch dieser täglich produzieren soll. Braucht Ihr Kind durch den Wachstum mehr Milch bis anhin, so wird das Ihrem Körper durch häufigeres und stärkeres Saugen mitgeteilt. Die Milchproduktion wird dadurch angeregt. Ihr Körper braucht bis zu zwei Tage, bis er sich an den neuen Stillrhythmus Ihres Kindes angepasst hat. Ein meist zufriedener, entspannter Zustand Ihres Kindes nach dem Stillen, elastische Haut und eine gesunde Hautfarbe, dem Alter entsprechende Aktivität und fünf bis sechs nasse Windeln am Tag sind Zeichen, dass Ihr Kind genügen Muttermilch enthält. Ihr Kind trinkt im Normalfall so viel Milch, wie es benötigt. Wenn Sie aus medizinischen oder persönlichen Gründen nicht stillen können, so machen Sie sich als Mutter keine Vorwürfe. Kinder gedeihen und entwickeln sich auch gesund mit Säuglingsnahrung. Die Industrie ist bemüht, die Muttermilchersatzprodukte möglichst an die Zusammensetzung der Muttermilch anzupassen. Was diesen Produkten fehlt sind die Abwehrstoffe, die in der Muttermilch enthalten sind. Kinder die gestillt werden habe ein tieferes Infektionsrisiko.

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