Kochen und Essen

Nachhaltige Ernährung – tierisches versus pflanzliches Protein

Wie letzte Woche bereits beschrieben, hat unsere Ernährung einen grossen Einfluss auf die Nachhaltigkeit. Der Fleischkonsum ist aktuell umstritten und pflanzliche Ernährung wird stärker angepriesen. In diesem Artikel können Sie lesen, welche Überlegungen dahinterstecken.

Pflanzliche Produkte den tierischen vorzuziehen lohnt sich.
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Rindfleisch ist in Anbetracht der global produzierten Menge das Lebensmittel mit dem grössten Einfluss auf das Klima und hat den grössten Ressourcenverbrauch. Dies ist unabhängig von der funktionellen Einheit, dem Verarbeitungsgrad oder dem Transportweg. Fast die Hälfte aller Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft fallen zu lasten der Rindfleischproduktion. Der Energiebedarf des Tierkörpers und die Methanausscheidung sind die Hauptgründe dafür.

Trotz dem Trend zu einer fleischlosen Ernährung macht der Prozentsatz der sich vegetarischen ernährenden Personen in der Schweiz nur ungefähr 15 Prozent aus. Herr und Frau Schweizer verzehren durchschnittlich täglich 84 Gramm rotes und verarbeitetes Fleisch pro Kopf. Dies entspricht dem Dreifachen der Maximalmenge einer klima- und gesundheitsförderlichen Ernährung.

Fleisch und Fisch, sowie andere tierische Lebensmittel wie Eier, Käse und diverse Milchprodukte spenden unserem Körper Proteine. Dieser wichtige Nährstoff ist allerdings nicht nur in tierischen, sondern auch in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. So spenden Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, Erbsen und Bohnen genauso wertvolles Protein wie Nüsse, Kernen und Samen. Auch Sojabohnen oder daraus hergestellten Produkte wie Tofu und Tempeh können mit dem Seitan, der aus Weizen hergestellt wird, mithalten. Verarbeitete Produkte wie Planted® oder Vuna® kommen in ähnlicher Form wie Fleisch, respektive Fisch daher, sind aber aus pflanzlichen Zutaten hergestellt. Quorn® ist ebenfalls ein pflanzliches Proteinprodukt, welches mit tierischen Bestandteilen angereichert ist. Quinoa, Buchweizen und Amaranth hingegen sind rein pflanzliche Proteinquellen.

Sie sehen, es mangelt keinesfalls an vielfältigen und spannenden, pflanzlichen Proteinquellen. Ein vermehrter Nutzen derer anstatt tierische Proteinkomponenten können wir empfehlen.

Eine Anpassung des individuell zu hohen Fleischkonsums kann hochgerechnet auf die ganze Bevölkerung einen grossen Einfluss auf die gesamte Fleischverzehrmenge haben. Dies wiederum kann das Klima sowie die Gesundheit der Bevölkerung unterstützen. Leisten wir doch unseren Teil dazu und beginnen wir, vermehrt pflanzliche Proteinquellen in unsere Ernährung einzubeziehen. Wenn Sie Ideen dafür brauchen, schauen Sie unsere Rezepte dazu an.

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