Ernährung

Reizdarmsyndrom und die Rolle der Ernährung - Teil 1

Reizdarmsyndrom – kennen Sie das?

Wenn der Darm nicht will
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Das Reizdarmsyndrom ist mit 10-20% einer der häufigsten Erkrankungen des Gastrointestinal-Traktes. Es sind Darmbeschwerden, die keine organische Ursache haben. Die Symptome sind Schmerzen im Bauchraum, Stuhlunregelmässigkeiten, Blähungen, Völlegefühl, Krämpfe, Übelkeit, Verstopfung und Durchfall. Die Lebensqualität der betroffenen Menschen ist eingeschränkt. Sie meiden soziale Kontakte und Freizeitaktivitäten. Sie haben einen langen Leidensweg und sind verzweifelt.

Die Ursache ist nicht vollständig geklärt. Sicher steht, dass eine Vielzahl von Faktoren dafür verantwortlich sind.

  • Die Bewegungsabläufe des Darms sind verändert.
    Der Darm zieht sich in kurz andauernden und schnell aufeinanderfolgenden Bewegungen zusammen. Bei einer Person ohne Reizdarm sind die Bewegungen des Darms regelmässig.
  • Die Passagezeit im Dickdarm ist verändert.
    Der Nahrungsbrei wird entweder zu schnell (Durchfall) oder zu langsam (Verstopfung) fortbewegt.
  • Ein anderer Faktor ist die Schmerzempfindlichkeit des Darms.
    Er ist bei Reizdarmpatienten verstärkt. Die Schmerzschwelle liegt niedriger. Die Personen reagieren empfindlicher auf Schmerzen. Diese sind zum Beispiel durch Gasbildung oder Darmdehnung verursacht.
  • Die Psyche hat ebenfalls einen Einfluss. Stress verstärkt die Symptome.

 

Die Diagnose des Reizdarmsyndroms kann nur gestellt werden, wenn andere Erkrankungen des Verdauungstraktes ausgeschlossen sind. Laut der aktuellen Leitlinie müssen 3 Punkte erfüllt sein:

  • Chronische, länger als drei Monate anhaltende Beschwerden, die vom Arzt auf den Darm bezogen werden und Veränderungen Ihres Stuhlgangs.
  • Ihre Beschwerden sind stark. Sie suchten bereits Hilfe bei Fachpersonen. Ihre Lebensqualität ist eingeschränkt.
  • Es gibt keine Veränderungen, die auf ein anderes Krankheitsbild hinweisen.

 

Das Reizdarmsyndrom tritt häufig mit Nahrungsmittle-Unverträglichkeiten auf. Es ist wichtig, bei einer Milchzuckerunverträglichkeit, Fruktoseaufnahmestörung und Zölliakie auszuschliessen.

Die Heilung der Darmbeschwerden ist nur selten möglich. Ziel ist es, die Symptome zu verbessern. Dadurch steigt Ihre Lebensqualität. Die Ernährung, Bewegung und das Vermeiden von Stress sind dafür mögliche Ansätze.

Durch kleine Veränderungen, können Sie Ihre Symptome des Reizdarms lindern und beschwerdefreier durchs Leben gehen.

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