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Salmonellen

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Achtung bei rohen Lebensmitteln
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Salmonellen sind stäbchenförmige Bakterien. Sie besitzen rundherum sogenannte Geisseln, das sind feine Beinchen, die dem Bakterium ermöglichen sich fortzubewegen.

Die Salmonella enteritidis ist in der Schweiz die zweithäufigste Ursache für Lebensmittel-Infektionen. Nach wenigen Stunden bis zwei Tagen lösen die zugeführten Bakterien eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt aus. Dies ist der Grund für die wichtigsten Krankheitszeichen Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen. Auch Kopfschmerzen, Fieber und Schüttelfrost können unangenehme Begleiter sein. Die Stärke der Symptome ist abhängig von der zugeführten Bakterienmenge.
Der Verzehr von rohen oder ungenügend gekochten tierischen Lebensmitteln sind besondere Gefahrenquellen für Salmonellen. Dazu gehören vor allem Produkte aus rohen Eiern (selbstgemachte Mayonnaise, Tiramisu, Speiseeis). Auch rohes oder ungenügend gegartes Geflügel, Fleisch sowie Fleischprodukte und Meerestiere. Auch Rohmilch, Kräutertee, importierte Gewürze und Gemüse können mit Salmonellen belastet sein.

 

Salmonellen und rohe Eier
Besonders rohe Eier werden mit Salmonellen in Verbindung gebracht. Ist eine Legehenne infiziert, kann sie das Bakterium an das Ei weitergeben. Bei Schweizer Eiern ist die Gefahr für eine Salmonelleninfektion durch Eier gering. Heute sind weniger als ein Prozent der Schweizer Hühnerbestände mit Salmonellen infiziert. Seit 1994 wird die Salmonella enteritidis bei Legehennen erfolgreich bekämpft. Trotzdem ist Vorsicht geboten und der richtige Umgang mit Eiern wichtig

 

Meerestiere, Geflügel und Fleisch mit Salmonella enteritidis
Besonders rohe Meeresfrüchte in Küstennähe können durch Abwässer mit Salmonellen verseucht werden. Nutztiere können sich über importierte Futtermischungen aus infizierten Fisch- oder Tierkörpermehlen anstecken. Auch Schlachtgeflügel kann mit Salmonellen befallen sein. Diese Zahl ist rückläufig und lag 2004 in Deutschland noch bei 11%.

 

Salmonellen der Typhus-Paratyphus-Gruppe
Eine untergeordnete Rolle spielt bei uns die zweite Gruppe von Salmonellen. Dazu gehört die Salmonella typhi. Wie im Namen leicht erkennbar, ist das der Erreger der Typhus Krankheit. Der häufigste Übertragungsweg ist verunreinigtes Wasser. Dank guter Wasseraufbereitung hat dieses Bakterium in vielen Regionen der Welt an Bedeutung verloren. Bei Reisen in warme Länder in Zentralafrika, Südamerika und Asien sollten Sie einfache Vorsichtsmassnahmen beachten: Trinken Sie nur abgekochtes Wasser, meiden Sie Salate, rohes Gemüse und ungeschältes Obst. Bei einer Infektion kann der Krankheitsverlauf ohne medizinische Behandlung gefährlich werden und sogar tödlich enden.

Salmonellen wurden in den vergangenen zwanzig Jahren erfolgreich bekämpft und eingegrenzt. Eine Salmonellen-Infektion kann dennoch nie ausgeschlossen werden. Seien Sie deshalb vorsichtig im Umgang mit Eiern, Geflügel, Fleisch, Fisch, Meerestieren. Es ist im Sinne Ihrer Gesundheit.

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