Ernährung

Schokolade – Sünde oder gesundheitlicher Nutzen?

Wie Schokolade ihrer Gesundheit gut tut

Der feine, süsse Versuchung
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Im Durchschnitt verzehrt jeder Schweizer etwa 12kg Schokolade jährlich. Schokolade ist eine der beliebtesten Süssigkeiten. Sie gilt als Seelentröster, Stimmungsaufheller, Hüftgold und Herzenssache. Schokolade wird nachgesagt, dass sie eine gesundheitliche Wirkung hat. Stimmt das?

Schokolade wird aus der Kakaobohne hergestellt. Die Kakaobohne wird gereinigt, geröstet, geschält und zerkleinert. Daraus entsteht die Kakaomasse. Aus der Kakaomasse wird durch Mahlen und Abpressen die Kakaobutter gewonnen. Sie besteht aus gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren. Das Kakaopulver ist der davon übrig gebliebene Rest. Die Schokolade ist ein Erzeugnis aus Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker. Je nach Sorte ist die enthaltene Menge von Kakaomasse unterschiedlich. In Bitterschokolade ist sie am höchsten und in Milchschokolade am kleinsten. Die weisse Schokolade ist eine Ausnahme und enthält nur Kakaobutter.

In 100g normaler, dunkler Schokolade sind 55g Kohlenhydrate, 32g Fett und 5g Eiweiss enthalten. Pro Tafel Schokolade sind das 500 bis 600kcal.Mit einem kleinen Stück Schokolade kann viel Energie zugeführt werden. Früher wurde das für Expeditionen und in der Armee genutzt. Heute ist Schokolade gleichzeitig ein beliebtes Genussmittel wie ein Risikofaktor für Übergewicht und damit verbundene Begleiterkrankungen.

Schokolade hat auch eine gesundheitliche positive Wirkung. Sie enthält neben Fett und Zucker andere nennenswerte Begleitstoffe. Zum Beispiel Polyphenole und Flavonoide. Es sind sekundäre Pflanzenstoffe. Eine deutsche Studie aus dem Jahr 2010 hat die positive Eigenschaft der Schokolade aufgezeigt. Die Untersuchung zeigt, dass 6g Schokolade pro Tag ein geringeres Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erzeugt. Die sekundären Pflanzenstoffe haben eine antioxidative und immunregulatorische Wirkung. Dabei ist zu beachten, dass die Menge an Flavonoiden je nach Schokoladensorte und Verarbeitung variieren kann. Beachten Sie zudem den hohen Kaloriengehalt und geniessen Sie Schokolade in kleinen Mengen.

Eine weitere Untersuchung hat einen Einfluss von dunkler Schokolade auf den Blutdruck nachgewiesen. Dafür sind die Polyphenole verantwortlich. Der Gehalt an Polyphenolen kommt auf die Herkunft und Verarbeitung der Schokolade darauf an. Bitterschokolade enthält in der Regel mehr. Zudem ist die Aufnahme der Polyphenole im Körper durch Milch gehemmt. Milchschokolade eignet sich daher weniger.

Die Schokolade hat einen Nutzen für die menschliche Psyche. Bei emotionalem Stress kann Schokolade ein Stimmungsaufheller wirken. Es ist ein Genussmittel und die sensorische Wahrnehmung wird auf allen Sinnen aktiviert. Die Süssigkeit wird oft als Belohnung angesehen.

Schokolade ist wohl Freud und Leid in einem – die Menge ist entscheidend. Geniessen Sie Ihre Schokolade bewusst.

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