Essen & Kochen

Stachelbeeren

Heimische Sommerfrüchte

Rund und borstig - eine Leckerei
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Mit der Sommersaison kommt die Zeit der Früchte. Es gibt eine grosse Auswahl an Obst. Weniger bekannt, sind die Stachelbeeren. Die Stachelbeere gehört zur Gattung der Johannisbeere. Die Früchte wachsen an einem Strauch, der zwischen 70 und 150cm hoch ist. Die Blütezeit der Pflanze ist im April. Von Juni bis August reift die Stachelbeere je nach Sorte heran. Es gibt rote, gelbe und grüne Früchte. Sie sind oval bis kugelförmig. Trotz des Namens besitzen Stachelbeeren keine Stacheln. Die Stacheln oder Dornen befinden sich an den Zweigen der Pflanze. Die kleine Frucht ist je nach Sorte behaart bis borstig.

Die wilde Stachelbeere kommt aus Eurasien und Nordafrika. Seit Mitte des 18.Jahrhundert wird sie in allen Klimazonen angebaut. Die Stachelbeeren wachsen auch in unseren Gärten. Sie können die Beeren in Ihrem Garten anpflanzen. Die Pflanze ist anspruchslos. Pflanzen Sie sie an einem hellen Platz im Halbschatten. Eine direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie vermeiden. Die Blätter sind sonnenbrandgefährdet. Ein nährstoffreicher, feuchter Lehmboden ist der optimale Untergrund. Die beste Pflanzzeit ist im Herbst. Schneiden Sie im Frühjahr die Pflanze zum ersten Mal zurück. Haben Sie etwas Geduld. Der Strauch trägt nach 3 bis 4 Jahren das erste Mal Früchte.

Die Stachelbeere hat nach den Tafelraupen, den höchsten Zuckergehalt der einheimischen Beeren. Die Frucht schmeckt süss-säuerlich. Dabei sind die gelben Früchte die Süssesten. Den säuerlichen Geschmack entsteht durch die enthaltene Apfel- und Zitronensäure. Obwohl die Früchte klein sind, beinhalten sie wichtige Nährstoffe. Sie enthalten Vitamin C und Kalium. Weitere Nährstoffe sind die Vitamine, A, B1, B2, B6, E und Phosphor, Kalzium, Zink und Silizium. Die Säuren der Früchte wirken appetitanregend und verdauungsfördernd. Sie stimulieren die Aktivierung der Verdauungsenzyme. Durch den hohen Kaliumgehalt wirken die Beeren harntreibend und leicht entwässernd. Silizium ist ein Spurenelement, welches Haare, Nägel und das Bindegewebe kräftigt.

Die Früchte können Sie vielfältig verwenden. Sie sind reif und frisch ein Genuss und ideal zum Naschen. Häufig werden die Beeren unreif gepflückt und zu Marmelade oder Kompott verarbeitet. Sie können sie auch dünsten und in Gerichten verarbeiten. Besonders gut schmecken sie zu Quark, Joghurt oder Frischkäse. Kuchen und Desserts können Sie ebenfalls mit Stachelbeeren zubereiten.

Ein Tipp ist die Stachelbeere-Bananen-Konfitüre. Es ist eine Kombination aus dem süssen Geschmack der Banane und der Säure der Beere. Das Rezept finden Sie hier.

 

Stachel-Bananen-Konfitüre Für 1.1 Liter

Zutaten

  • 650g Stachelbeeren
  • 500g Zucker
  • 1 Packung Gelierpulver
  • 600g reife Bananen

 

Zubereitung
Waschen Sie die Stachelbeeren und lassen Sie sie sehr gut abtropfen.Schneiden Sie die Stiel- und Blütenansätze ab. Wiegen Sie 600g Stachelbeeren ab und halbieren Sie die Früchte längs und quer. Vermischen Sie sie mit Zucker und Gelierpulver in einem Topf. Die Beeren müssen nun 30 Minuten im Saft ziehen.
Schälen Sie die Bananen. Wiegen Sie 400 g Fruchtfleisch ab und pürieren Sie es. Mischen Sie den Brei unter die Stachelbeeren. Kochen Sie das Gemisch unter Rühren auf und lassen Sie es 3 Minuten sprudelnd kochen. Den aufgestiegenen Schaum können Sie mit einem Schaumlöffel abheben.
Füllen Sie die Konfitüre sofort randvoll in 5 saubere Gläser. Verschließen Sie die Gläser und stellen Sie sie für 5 Minuten auf den Deckel. Drehen Sie die Gläser um und lassen Sie die Konfitüre abkühlen.

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