Gesundheit

Stärken Sie Ihren Beckenboden

Bizeps war gestern, heute ist Ihr Beckenbodenmuskel dran

Kleiner Muskel - ganz stark
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Der Beckenboden steht unter ständiger Belastung. Das Gewicht der Gebärmutter, der Blase und des Enddarms liegt auf ihm. Bei Schwangerschaften und Geburten wird der Beckenboden zusätzlich belastet. Sie sehen, vor allem das weibliche Geschlecht ist von dieser Belastung betroffen. Damit der Beckenboden diesen Anforderungen gewachsen ist, ist es wichtig, dass Sie die Muskulatur regelmässig trainieren.

Das Bewusstsein für den Beckenboden erwacht oft erst, wenn Schwachstellen auftreten. Ein schwacher Beckenbodenmuskel macht sich beispielsweise dann bemerkbar, wenn Sie in Stress-Situationen, beim Husten oder bei einem Lachanfall Urin verlieren, ohne dies kontrollieren zu können.

Um solche Situation zu verhindern, empfehlen wir Ihnen, Ihren Beckenbodenmuskel zu trainieren. Ein solches Training lässt sich ohne grossen Aufwand in Ihren Alltag integrieren.

 

Öffnen und Schliessen (Tipp für Frauen)
Versuchen Sie beim Einatmen die Beckenmuskulatur anzuspannen (Scheide zusammenziehen) und beim Ausatmen wieder loszulassen. Wiederholen Sie diese Übung sechs Mal. Achten Sie darauf, dass Sie während dieser Übung den Po und die Beine locker lassen. Versuchen Sie diese Übung auch liegend. Legen Sie sich dafür auf den Rücken und stellen Sie Ihre Beine hüftbreit auf. Versuchen Sie in dieser liegenden Position, Ihr Gesäss anzuheben. Probieren Sie das Öffnen und Schliessen auch in dieser Position.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die richtige Bewegung machen für das Öffnen und Schliessen, empfehlen wir Ihnen beim Wasserlösen gezielt den Harnstrahl zu unterbrechenund wieder fortzusetzen. Durch diese Übung wissen Sie, wie es sich anfühlt, wenn Sie die Beckenmuskulatur anspannen und wieder loslassen.

 

Lockerungen für Ihren Beckenboden
Massieren Sie Ihren Kiefer. Wenn Ihr Mund und Ihr Kiefer locker sind, ist gleichzeitig auch Ihre Beckenbodenmuskulatur locker. Legen Sie dafür Ihren Mittel- und Zeigefinger unterhalb des Wangenknochens hin und massieren Sie diese Partie in kreisenden Bewegungen.

 

Ausreichend trinken
Aus Angst vor der Blasenschwäche, wird oft zu wenig getrunken. Es ist wichtig, dass Sie ausreichend Wasser und andere ungesüsste Getränke trinken, denn ohne die komplette Füllung Ihrer Blase, bleibt der Beckenboden untrainiert und wird schwächer. Gehen Sie nicht bei jedem kleinsten Harndrang auf die Toilette, sondern versuchen Sie den Toilettengang etwas hinauszuzögern. So können Sie Ihre Blase und Ihren Beckenbodenmuskel trainieren.

Durch diese einfachen Tipps können Sie Grosses bewirken und unangenehme Situationen verhindern. Probieren Sie es aus.

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