Gesundheit

Verbrennungen – was tun?

Eine kleine Unachtsamkeit und schon ist es passiert – man hat sich verbrannt. Welche Erste-Hilfe-Massnahmen sollte man bei Verbrennungen beachten? Im Gesundheitstipp erklären wir die korrekten Kühltipps und die weiteren Schritte.

Verbrennungen - was tun?
Kategorie:
Autor:
SWICA Gesundheitsorganisation

Schnell ist es passiert: Man hat sich an der noch heissen Herdplatte oder dem Backblech verbrannt. Was nun? Die betroffene Stelle unter kühles Leitungswasser halten oder doch schnellstmöglich zum Arzt? Wichtig sind in erster Linie die richtigen Sofortmassnahmen.

Die Verbrennung kühlen
Sofern möglich sollten Verbrennungen sofort gekühlt werden. Somit verhindert man ein sogenanntes «Nachbrennen». Wird die betroffene Stelle nicht gekühlt, kann das intakte Gewebe auch nach dem Entfernen des Brandherds noch geschädigt werden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die Schmerzen werden durch die Kälte ein wenig gelindert.

Mit was kühle ich die Verbrennung?
Wichtig ist, nicht zu kalte Flüssigkeiten oder Gegenstände zu verwenden, da durch die grosse Kälte und den dadurch stark verminderten Blutfluss weitere Schäden gesetzt werden können. Für die Kühlung ideal ist normales Leitungswasser mit der Temperatur von zirka 20°C. Auf keinen Fall dürfen Eiswürfel oder sogenannte Cold-Packs (Kühlelemente) aus der Gefriertruhe gebraucht werden, weil diese zu kalt sind. Gut merken kann man sich die 20/20/20 Regel: Maximal 20 Prozent der betroffenen Körperoberfläche mit 20°C warmem Wasser maximal 20 min kühlen.

Nach dem Kühlen
Nach 20 Minuten sollte die betroffene Hautstelle mit einem sauberen Abdecktuch aus Baumwolle oder Gaze abgedeckt werden. Zur Schmerzlinderung dienen allenfalls auch Medikamente. Brandwunden an Kopf, Genitalien, Gelenken, Handinnenflächen oder der Fusssohle sollte ein Arzt behandeln. Empfehlenswert ist der Gang zum Arzt ebenfalls, wenn der Impfschutz gegen Wundstarrkrampf nicht vorhanden ist. Bei einer Ausdehnung von mehr als 8 Prozent der Körperoberfläche oder bei höhergradigen Verbrennungen – zum Beispiel mit grossen Blasen oder weissem Wundgrund – ist eine sofortige Beurteilung und eventuell eine Therapie in einem Spital notwendig.

Was bei Kindern speziell zu beachten ist
Begibt man sich mit seinem Kind bei einer Verbrennung zum Arzt, ist es von Vorteil, wenn immer mindestens zwei Personen beim Transport dabei sind. So kann sich eine Person während dem Transport ganz um das Kind kümmern, gegebenenfalls Komplikationen erkennen und darauf reagieren.

Bei weiteren Fragen rund um Ihre Gesundheit stehen Ihnen als SWICA-Versicherte die Ärzte und das medizinische Personal der telefonischen Gesundheitsberatung santé24 kostenlos und rund um die Uhr mit fachkundigem Rat zur Verfügung. Auf Wunsch vereinbart santé24 einen Arzttermin. Tel. +41 (0)44 404 86 86. Mit der medizinischen App BENECURA können SWICA-Versicherte ausserdem bei Krankheitssymptomen einen digitalen SymptomCheck machen und erhalten Empfehlungen fürs weitere Vorgehen. Bei einem anschliessenden Telefonat mit santé24 entscheidet der Kunde im Einzelfall selber, ob er die im SymptomCheck gemachten Angaben santé24 freigeben möchte.

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