Ernährung

Von Bodenkohlrabi, Chiogga-Randen oder Blaue Schweden…

Gelebte Artenvielfalt

Wundersame Kollen
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Haben Sie im Gemüseabteil schon einmal unbekannte Gewächse aufgestöbert? Oder haben Sie das Label von ProSpecieRara entdeckt? In den Grossverteilern sind vermehrt wieder alte, fast vergessene Gemüse- und Obstsorten erhältlich. Auch in den regionalen Hofläden gibt es, viel zu entdecken. So wird einkaufen wieder spannend. Wagen Sie sich aus dem Alltagstrott und versuchen Sie Neues. Mit dem Kauf von alten Sorten unterstützen sie die Erhaltung der Artenvielfalt. Denn nur wenn die Ware verkauft wird, können die alten Sorten weiter gezüchtet werden.

Chiogga-Rande
Diese Rande hat es in sich. Staunen Sie über die schöne Zeichnung im Innern. Wie Jahresringe bei einem Baum wechseln sich pinke und weisse Streifen ab. Die Chiogga Rande kommt ursprünglich aus dem gleichnamigen Städtchen an der italienischen Adriaküste. Diese Randensorte kann roh gegessen werden und schmeckt herb-süsslich. Fein geschnitten oder geraffelt eignet sich diese Rande als dekorative Zutat für den Salat.

Blauer Schwede
Wie der Name verrät kam die blaue Knolle um 1900 via Schweden in die Schweiz. Die blaue Schale und das blaue Fleisch sind charakteristisch für diese Kartoffel. Diese Blaufärbung geht zwar beim Kochen leicht verloren, intensiviert sich beim Abkühlen aber wieder. Diese Knolle ist vorwiegend fest kochend und vielseitig als Salat, Brat- oder Salzkartoffel verwendbar. Überraschen Sie Ihren nächsten Besuch mit dieser speziellen Knolle und freuen Sie sich auf die ungläubigen Blicke.

Bodenkohlrabi
Vermutet wird, dass der Bodenkohlrabi eine Mischung aus Kohlrabi und Herbstrübe ist. Die Herkunft wird dem westlichen Mittelmeerraum zugeschrieben. Auch als Steckrübe bekannt, ist dieses Gemüse in die Geschichte eingegangen. In Notzeiten diente der Bodenkohlrabi mehrfach als letzte Nahrungsreserve. Besonders Deutschland hatte es im ersten Weltkrieg hart getroffen. Es gab eine sehr schlechte Kartoffelernte, worauf der Bodenkohlrabi kurzerhand als Ersatz für die fehlenden Kartoffeln eingesetzt wurde. Der Bodenkohlrabi unterscheidet sich vom herkömmlichen Kohlrabi in seinem intensiveren Geschmack. Beim Rüsten wird ein weiterer Unterscheidungsmerkmal offensichtlich: Der Bodenkohlrabi ist gelb.

Schnelles Wintergemüse aus Bodenkohlrabi
Schneiden Sie zwei bis drei Bodenkohlrabi in Würfel. Geben etwas Öl in eine beschichtete Bratpfanne. Dünsten Sie die Bodenkohlrabiwürfelchen kurz an und löschen Sie sie mit etwa einem Deziliter Bouillon ab. Lassen Sie die Gemüsewürfel für 5-10 Minuten auf kleiner Stufe dämpfen. Zum Schluss würzen Sie das Gemüse nach Belieben mit frischen Kräutern und etwas Pfeffer. Eventuell geben Sie noch einen Schluck Halbrahm dazu.

En Guete!

Kommentare

Bild des Benutzers Hans Bäggli

blauer Schwede zum Pflanzen

Möchte gerne Pflanzgut vom blauen Schweden erweben um ihn für Selbstverbrauch mit den Nachbarn in Ungarn zu Pflanzen. bitte senden Sie mir für 3 Kg Preisvorschlag, senden bis mitte Mai nach Weiach Schweizi

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