Ernährung

Was steckt hinter dem Kleingedruckten?

Zutatenliste besser verstehen

Was versteckt sich den da?
Kategorie:
Autor:
Natalie Zumbrunn

Egal, welches abgepackte Nahrungsmittel wir einkaufen, es muss auf der Verpackung deklariert werden, welche Rohstoffe zur Herstellung verwendet wurden. Das ist eine tolle Unterstützung für Allergiker und Menschen, die sich auf spezielle Inhaltsstoffe achten möchten.
Aber was verbirgt sich hinter all diesen Namen?

Wir bringen heute etwas Licht ins Dunkel. Vorne weg ist zu sagen, jeder ausgeschriebene Inhaltsstoff besitzt auch eine E-Nummern-Kennzeichnung und umgekehrt. Hinter E300 zum Beispiel versteckt sich Vitamin C.

 

Guarkernmehl (E412)
Dieses Mehl wird aus den Samen der Guarbohne gewonnen. In der Lebensmittelindustrie findet es als Geliermittel Verwendung. Schon durch kleine Mengen, kann es Flüssigkeiten zähflüssig werden lassen. Hauptsächliche Einsatzbereiche als Verdickungs- und Bindemitteln sind in Lebensmitteln wie Z’morgemüesli, Milchprodukte, Saucen und Fertigprodukten, Kosmetik und Medikamenten zu finden.
Grundsätzlich ist der Einsatz von Guarkernmehl für diese Produkte bedenkenlos.

Auch in der Herstellung von Zigaretten findet das Guarkenmehl seinen Einsatz. Einerseits als Bestandteil des Zigarettenpapiers und andererseits als Bindemittel für den Tabak selbst. In dieser Form, in der Guarkernmehl verbrannt wird, können die entstehenden Dämpfe eine krebserregende Wirkung haben.

 

Johannisbrotkernmehl (E410)
Das Fruchtfleisch des Johannisbrotbaums Carob genannt – enthält viel Zucker und weist einen süssen-schokoladigen Geschmack auf. Zu feinem Pulver gemahlen entsteht so das Johannisbrotkernmehl, das als Pulver oder Extrakt verarbeitet wird.
In der Lebensmittelindustrie wird das Johannisbrotkernmehl, oder der Carobextrakt als Aromastoff für einen Schokoladen- oder Kakaogeschmack eingesetzt. Daneben kann es auch als Verdickungsmittel genutzt werden. Aber auch in der Textil-, Kosmetik- und Medikamentenindustrie findet dieser Hilfsstoff Verwendung.
In diesen Industriezweigen wird die Nutzung von Johannisbrot als unbedenklich angesehen.

Auch das Johannisbrot wird in der Tabakindustrie eingesetzt, zur Aromatisierung der Zigaretten. Verbrannt werden gefährliche Substanzen freigesetzt, die als krebserregend eingestuft werden.

 

Weinsäure (E334)
Diese Säure ist ein natürlicher Bestandteil vieler Früchte, vor allem in Trauben. Er kann aber durchaus auch gentechnisch produziert werden. In der Lebensmittelindustrie wird die Weinsäure als Säuerungsmittel, Säureregulator oder Komplexbildner eingesetzt.
Häufige Einsatzgebiete sind Frucht- und Gemüsesäfte, Erfrischungsgetränke, Früchte- und Gemüsekonserven, Konfitüre, Gelierzucker und Getränke- und Brausepulver. Die Verwendung der Weinsäure wird als unbedenklich eingestuft.

 

Sojalezithin (E322)
Lecithin ist ein Baustein von Zellwänden in allen Lebewesen. Es sorgt dafür, dass sich Fett und Wasser nicht trennen, sondern eine konstante Mischung bilden. Für die Lebensmittelindustrie wird Lecithin aus Soja-, Sonnenblumen- oder Rapsöl gewonnen. Verwendungszwecke sind Margarine, Mayonnaise, Kuchen, Guetzli, Blätterteiggebäck, Instantpulver, Schokoladenprodukte und Säuglingsnahrung.
Auch als Antioxidationsmittel wird Lecithin eingesetzt, um Fette vor Sauerstoffeinflüssen zu schützen. In Mehl wird es beigefügt, damit sich die Formeigenschaft der Gebäcke verbessert.
Lecithin wird im Organismus verwertet und gilt deshalb als bedenkenlos.

 

Inhalts- und Zusatzstoffe gibt es einige. Wir werden Sie in den kommenden Wochen weiter darüber informieren.

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