Gesundheit und Fitness

Was tun bei Muskelkrämpfen?

In unserer Gesundheitstipp-Serie geht es um medizinische Zwischenfälle beim Sport. Im aktuellen Tipp erfahren Sie, was Sie gegen Muskelkrämpfe tun können und wie Sie diesen gezielt vorbeugen.

Muskelkrämpfe? ..muss nicht sein
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Autor:
Luzia Ebnöther

Sport soll in erster Linie Spass machen und uns gesund halten. Leider kann es bei körperlicher Tätigkeit immer auch zu unvorhersehbaren Zwischenfällen kommen. In einer solchen Situation ist es wichtig, dass Betroffene und Helfende die Lage richtig einschätzen und sofort reagieren können. Was es im Falle eines Muskelkrampfes zu beachten gibt, erklären Ihnen die Spezialisten von sante24, einer Dienstleistung von SWICA:

Beugen – Bewegen – Bearbeiten – Brausen

Ist ein Muskelkrampf einmal entstanden, gilt als Faustregel zur Behandlung die 4 B-Regel:

  • Beugen: Beispiel Wadenkrampf: Mit der Hand an die Fusszehen fassen und diese mit möglichst viel Kraft in Richtung Schienbein ziehen. Das Knie dazu beugen.
  • Bewegen: Bei einem Wadenkrampf nicht sitzen oder liegen bleiben, sondern besser aufstehen und ein paar Schritte gehen. So kommt die Durchblutung wieder in Schwung und das Gehen begünstigt die Lösung des Krampfes.
  • Bearbeiten: Mit beiden Händen den schmerzenden Muskel massieren, der wohltuende Effekt stellt sich schnell ein.
  • Brausen: Eine Wechseldusche gilt als durchblutungsfördernde Massnahme. Die Beine abwechselnd mit heissem und kaltem Wasser abbrausen.

Vorbeugen von Muskelkrämpfen
Ausgelöst werden Muskelkrämpfe durch verminderte Durchblutung, Überanstrengung oder eine Störung im Wasser- und Mineralstoffhaushalt. Will man Muskelkrämpfen zuverlässig vorbeugen, sollte man sich generell ausgewogen ernähren und vor und während dem Wettkampf ausreichend trinken.

Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört insbesondere Eisen, das vor allem durch Fleisch, aber auch pflanzliche Eisenspender wie Erbsen, Bohnen und Nüsse geliefert wird. Muskelkrämpfe sind zudem häufig auf einen Magnesiummangel zurückzuführen. In diesem Fall kann die gezielte Einnahme von Magnesium-Präparaten sinnvoll sein. Isotonische Getränke versorgen den Körper ebenfalls zusätzlich mit Mineralien. Eisgekühlte Getränke sollten in jedem Fall vermieden werden, da sie den Magen zu stark abkühlen.

Wann zum Arzt
Sollten Krämpfe in der Muskulatur häufiger auftreten bzw. anhalten, ist ein Arztbesuch zur Abklärung der Ursachen wichtig. Muskelkrämpfe können auch ein Warnsignal für Stoffwechselstörung wie Diabetes, chronisch entzündliche Darmerkrankungen oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sein.

Bei weiteren Fragen zu Gesundheit und Prävention stehen Ihnen die Ärzte und das medizinische Personal von sante24 mit fachkundigem Rat zur Verfügung; während 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr, weltweit. Auf Wunsch organisiert sante24 einen Arzttermin. Telefon +41 (0)44 404 86 86

 

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