Feste und Feiern

Weihnachtsgeschichten

In trauter Runde einer schönen Geschichte lauschen

Gemeinsam schöne Geschichten geniessen
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Traditionellerweise werden am Heiligabend Lieder oder Verse vorgetragen, bevor die Geschenke ausgepackt werden. Besonders gut passen Weihnachtsgeschichten in diese harmonische Zeit. Zusammen in einer gemütlichen Runde Punsch trinken, Weihnachtsguetzli knabbern und dabei einer Geschichte lauschen. Geeignete Geschichten finden Sie in Büchern, Zeitschriften oder im Internet. Ein Beispiel für eine schöne Geschichte lesen Sie hier.

 

Am Weihnachtsmorgen sass der kleine König gerade an seinem Schreibtisch und arbeitete. Da rief die kleine Königin plötzlich: „Schau nur! Es schneit!“ Und weil das natürlich wunderschön war, unterbrach der kleine König seine Arbeit und sie guckten zusammen zum Fenster hinaus. Immer größer wurden die Flocken und bald war der königliche Park ganz und gar weiß. „Morgen können wir Schlitten fahren“, sagte der kleine König. Die kleine Königin nickte.

Am Abend kochte die kleine Königin einen großen Topf Grießbrei und als sie gegessen hatten, zogen sie ihre warmen Schlafanzüge an und gingen zu Bett. Der kleine König fing eben an von Schneemännern zu träumen, die ihm Briefe brachten, als die Königin ihn weckte. „Ich höre Geräusche!“, flüsterte sie. „Kleiner König! Das muss ein Einbrecher sein!“ Jetzt hörte der kleine König auch, dass es rumpelte. Weil er aber so gerne weiterträumen wollte, sagte er: „Das ist sicher die Katze Schnurzelbum.“ „Nein“, sagte die Königin. „Die Katze liegt bei mir unterm Federbett.“

Der kleine König war inzwischen richtig wach geworden. „Na ja“, meinte er, „es sind wohl die Poltergeister. Denen ist es draußen auch zu kalt.“ Da kriegte die Königin erst recht Angst. „Bitte“, sagte sie, „schau nach!“ Der kleine König seufzte. Die Geräusche kamen von oben. Also stieg er zum Dachboden empor. „Wer ist da?“, rief er und machte seine Stimme ganz tief. Da raschelte es und er blickte in viele leuchtende Augenpaare. Sechs Siebenschläfer hockten da, vier Mäuschen und ein Dachs. „Oh König!“, piepsten sie. „Bitte schick uns nicht fort! Wir hatten so kalte Füße. Darum haben wir getanzt.“ Der kleine König musste lachen. Und natürlich durften sie bleiben. Als er seiner kleinen Königin erzählte, wer den Lärm gemacht hatte, war sie beruhigt. „Hoffentlich hast du sie auch zum Frühstück eingeladen“, flüsterte sie noch. Dann schlief sie sofort ein.

Geniessen Sie eine besinnliche Weihnachtszeit und viel Vergnügen beim Geschichten erfinden, vortragen und lauschen.

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