Psychologie

Wenn der Winter Trauer und Melancholie bringt

Der Winterblues

Die längere Dunkelzeit im Winter kann sich auf die Stimmung schlagen
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Kennen Sie das auch? Kaum werden die Tage kürzer, geht’s mit der Stimmung bergab. Wenn es dunkel ist, wird im Körper das Hormon Melatonin gebildet, das normalerweise den Schlaf steuert. Je mehr von dem Hormon in unserem Körper ist, desto müder und schlapper fühlen wir uns. Bei Licht wird Serotonin, das „Glückshormon“ gebildet.

 

Fazit:

  • je länger es dunkel ist, umso mehr Melatonin wird produziert, das müde macht und
  • umso weniger Serotonin wird gebildet, was auf unsere Stimmung schlagen kann.

Voilà, schon haben wir einen ausgewachsenen Winterblues.

Schon ein paar kleine Tricks helfen, den Winterblues abzuschwächen oder zu vertreiben. Versuchen Sie es aus!

 

Was können Sie gegen den Winterblues tun?

  • Spazieren Sie täglich mindestens 15 – 30 Minuten draussen, auch wenn das Wetter eher zum Drinbleiben motiviert. Tageslicht – auch wenn wir nicht von der Sonne direkt angestrahlt werden – regt die Serotoninausschüttung an.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Milchprodukte, Bananen, Vollkornbrot und Geflügel enthalten viel Magnesium, das sich positiv auf unsere Stimmungslage auswirkt.
  • Würzen Sie! Muskat und Chili regen unser Gehirn dazu an, Endorphine auszuschütten. Körpereigene Schmerzhemmer und Glücklichmacher.
  • Seien Sie kommunikativ. Treffen Sie sich mit Freunden zum Kaffeeklatsch oder kochen Sie gemeinsam Ihre Lieblingsgerichte. Soziale Kontakte heben unsere Stimmung an.
  • Geben Sie dem Tag eine Struktur. Auch wenn’s schwer fällt aus den Federn zu kommen, bleiben Sie nicht zu lange rum liegen – auch am Wochenende nicht. Wer schon morgens Tageslicht tankt, fühlt sich danach den ganzen Tag fitter.
  • Kalte Dusche für die Beine. Fangen Sie am besten mit Wechselduschen an. Wechseln Sie dabei warmes und kaltes Wasser und duschen Sie damit Ihre Beine abwechselnd ab. Super Nebeneffekt: Kneippgüsse verbessern die Durchblutung, beugen Krampfadern vor und stärken unser Immunsystem.
  • Wenn Sie es gar nicht mehr aushalten, fliehen Sie! Irgendwohin wo die Sonne scheint. Das kann ein Kurztrip in den Süden sein, oder aber ein Wochenende irgendwo in den Bergen. Oberhalb der Nebelgrenze, gibt es auch in der Schweiz sonnige Orte.
  • Gönnen Sie sich ein Wellness-Wochenende. Massage, Sauna, Baden und sich verwöhnen lassen. Sich entspannen und die Seele baumeln lassen produziert garantiert Glückshormone.

 

Wenn Sie bemerken, dass Sie sehr niedergeschlagen und traurig sind, fast nicht mehr aus dem Bett kommen oder auf nichts mehr Lust haben, sollten Sie Ihren Hausarzt kontaktieren. Die Grenze zwischen einem harmlosen Winterblues und einer echten Depression ist fliessend. Verharmlosen Sie nichts! Handeln Sie, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich aus eigener Kraft nicht mehr aufraffen können.

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