Kino

Wolfsbrüder

Der Natur- und Abenteuerfilm «Wolfsbrüder» erzählt die wahre Geschichte eines Buben, der ohne menschlichen Kontakt in der Wildnis aufwächst. Seine Familie sind Wölfe. Ein wunderschöner, spannender und berührender Film, der die ganze Familie begeistern wird.

Der Bub Marcos freundet sich mit einem Wolfsjungen an. Langsam beginnt das Rudel den Menschen zu akzeptieren.
Autor:
Beat A. Stephan

Als Marcos sieben Jahre alt ist, verkauft ihn sein Vater. Er soll fortan in einem Tal in den Bergen der Sierra Morena Ziegen hüten, weitab jeglicher Zivilisation.

Dort, im abgelegenen Tal der Stille, lebt nur ein Mensch, ein alter Ziegenhirt. Er zeigt dem Siebenjährigen, wie man sich in der Natur duchschlägt, wie man sich vor der Kälte schützt und sich Nahrung beschafft.

Doch dann stirbt der alte Mann. Der Bub bleibt allein und schutzlos zurück. Das Menschenkind scheint chancenlos im Kampf gegen den Hunger und die Einsamkeit. Bis sich Marcos mit einem Wolfsrudel anfreundet. Die Tiere werden seine neue Familie, die Wildnis wird seine grosse Liebe. Er erlernt die Sprachen der Tiere. Bald schon kann er sein Rudel mit einem Heulen zu sich rufen.

Zwölf Jahre lang lebt Marcos in den abgeschiedenen Bergen und wird eins mit der Natur. Bis eines Tages Menschen ins Tal kommen und den jungen Mann in die ungewohnte und ungeliebte «Zivilisation» entführen.

Nach 12 Jahren: Der Bub wuchs zum König des Tals heran.

Ein Bubentraum

Frei sein, sich selbständig durchschlagen, eine eigene Familie gründen, wild und ungebunden leben - davon träumt jeder Bub einmal. Doch das Faszinierende an diesem märchenhaften Abenteuer ist, dass es wahr ist. Das Vorbild für den Film, Marcos Rodriguez Pantoja, wurde 1946 in der nördlichen Spanischen Provinz Cordoba geboren. Er lebt heute noch und erzählt von der schmerzhaften Rückkehr zu den Menschen, die er nie verstanden hat: «Warum töten Menschen einander gegenseitig?», fragt er in einem Interview und spricht von der Zeit in der wilden Natur als der schönsten seines Lebens: «Ich war der König des Tals».

Seine Rückkehr zu den Menschen war brutal: Als er eingefangen werden sollte, heulte er und rief sein Wolfsrudel herbei. In seiner Angst biss er einen seiner Häscher. Da rissen sie ihm sämtliche Zähne raus. Kein Wunder, träumt er heute noch vom Tal der Stille.

«Wolfsbrüder» läuft ab dem 12. Juli in der Schweiz.

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