Ernährung

Zusatzstoffe

Was bedeuten die E-Nummern auf den Zutatenlisten?

Was essen wir "versteckt" dazu?
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Wenn Sie die Verpackung eines Nahrungsmittels drehen und die Inhaltstoffe lesen, begegnen Sie sogenannten E-Nummern. Was bedeuten diese Nummern?

Die E-Nummern bezeichnen die Zusatzstoffe, die im Lebensmittel zugesetzt sind. Gemäss lebensmittelrechtlicher Definition sind es Stoffe mit oder ohne Nährwert. Sie werden den Lebensmitteln direkt oder indirekt aus technologischen oder sensorischen Gründen absichtlich zugesetzt. Die Stoffe können natürlich oder synthetisch sein. Natürlich stammen sie aus pflanzlichen, tierischen oder anorganischen Rohstoffen.

  • Bestimmt ist Ihnen das Wort Verdickungsmittel schon zu Ohren gekommen. Diese sind pflanzlichen Ursprungs. Ein tierischer Stoff ist zum Beispiel Bienenwachs.
  • Anorganisch bedeutet aus Mineralstoffen stammend. Beispiele dafür sind Magnesium, Chlorid, Phosphor.
  • Synthetisch bedeutet künstlich hergestellt. Ein Beispiel dafür sind die Süssstoffe, die Sie in Light-Produkten finden.

 

Die Bezeichnung der Zusatzstoffe in Lebensmittel ist streng geregelt und klar definiert. Wie jede andere Zutat werden die Stoffe in der Reihenfolge der absteigenden Mengen auf der Verpackungsinhaltsliste notiert. Jeder Stoff wird nach seiner Kategorie benannt und nachfolgend mit der E-Nummer gekennzeichnet. Zum Beispiel E322 für Lecitin. E steht für Europa oder „edible“ (essbar).

Zusatzstoffe werden von der Bevölkerung als eher schlecht und gesundheitsschädigen beurteilt. Was kann an einem Zusatzstoffe dennoch positiv sein?

Zusatzstoffe werden benötigt, um einem Lebensmittel Geschmack, Geruch, Farbe, Konsistenz und Form zu verleihen. Einige haben eine konservierende Wirkung, was das Produkt länger haltbar macht. Aus diesem Grund ist es für Sie möglich, ein Nahrungsmittel einzukaufen und es eine Woche später noch genussvoll und anschaulich zu essen.

Zusatzstoffe lösen keine gesundheitsschädigende Wirkung aus. Durch das Lebensmittelrecht sind die Dosen und Mengen klar geregelt. Vor der Einführung und Verwendung werden sie in zahlreichen Studien geprüft. Es gibt eine Liste mit den erlaubten Zusatzstoffen. Alle anderen sind verboten.

Damit Sie wissen, welche E-Nummer zu welchem Zusatzstoff gehört, gibt Ihnen die Auflistung einen Überblick über die wichtigsten Stoffe:

  • Konservierungsmittel
    Verlängern die Haltbarkeit, indem sie vor schädlichen Mikroorganismen schützen (Zum Beispiel Bakterien, Schimmel).   
  • Antioxidationsmittel
    Verlängern die Haltbarkeit, indem sie vor schädlichen Auswirkungen der Oxidation schützen (Zum Beispiel das Ranzig werden von Fett).   
  • Säuerungsmittel
    Erhöhen den Säuregrad oder verleihen Geschmack.
  • Füllstoffe
    Bilden einen Teil des Volumen, tragen aber nicht zum Energiegehalt bei.
  • Emulgatoren
    Verbinden zwei nicht mischbare Stoffe miteinander (Wasser und Öl).
  • Geschmacksverstärker
    Verstärken den Geschmack und Geruch.
  • Geliermittel
    Geben Lebensmitteln durch Gelbildung eine feste Form.
  • Stabilisatoren
    Aufrechterhalten von Farbe, Konstistenz.
  • Verdickungsmittel
    Erhöhen die Zähflüssigkeit.
  • Fabrstoffe
    Geben dem Lebensmittel die Farbe.
  • Süssstoffe
    Verleihen einen süssen Geschmack.

 

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