Gesundheit

Barfuss gehen lohnt sich

Obwohl allgemein bekannt ist, dass Barfusslaufen gesund ist, verzichtet kaum jemand auf Schuhe. In unserem Gesundheitstipp erfahren Sie, wieso Sie die Schuhe öfters an den Nagel hängen sollten.
 

Barfuss gehen lohnt sich
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SWICA Gesundheitsorganisation

Barfusslaufen ist nicht nur ein sinnliches Erlebnis, sondern hat einen grossen Einfluss auf die Fussentwicklung, das Gangbild und die körperliche Leistungsfähigkeit. Das schliesst der promovierte Hamburger Sportmediziner Karsten Hollander aus seinen neuen Forschungsresultaten.

In einer Studie hat er zusammen mit Sportmedizinern aus Hamburg und Südafrika barfusslaufende Kinder mit gleichaltrigen Kindern, die Schuhe tragen, verglichen. Es zeigte sich, dass die «Schuh-Kinder» eher zu Plattfüssen neigen, aus dem Stand weniger weit springen können und auch beim Balancieren auf einem dünnen Balken schlechter abschneiden, als ihre Altersgenossen, die barfuss aufwachsen. Der Sportmediziner rät deshalb den Eltern, dass Sie Kinder häufiger barfuss laufen lassen.

Vorteile des Barfusslaufens
Aus anderen Studien ist bekannt, dass die Durchblutung stimuliert, der Stoffwechsel angeregt und der Gleichgewichtssinn verbessert wird. Zudem werden Muskeln, Sehnen und Bänder gestärkt. Barfusslaufen kann in einigen Fällen sogar gegen Rückenprobleme helfen, es können Fehlstellungen des Fusses korrigiert werden und es soll auch gegen Krampfadern helfen.

Barfuss im Alltag
Von heute auf Morgen komplett auf Schuhe verzichten ist allerdings nicht ratsam. Barfusslaufen ist zu Beginn sehr anstrengend für die Muskeln. Auch hat man noch nicht die nötige Hornhaut, die vor Blasen oder wunden Stellen schützt.

Jedoch können Sie zuhause barfuss über den Rasen laufen, oder beim Spazieren im Wald die Schuhe mal kurz ausziehen und durch ein Bachbett waten. Dabei ist Vorschicht geboten, es besteht akute Rutschgefahr. Wer auf der sicheren Seite bleiben will, der probiert es auf der Finnenbahn aus.

Für Barfussanfänger besteht zudem die Möglichkeit, einen Barfusspfad oder einen Kneipp-Parcours aufzusuchen. Dabei handelt es sich um speziell angefertigte Wege mit Abschnitten aus flachen Steinen, feinen Kieseln, Wasser, Holzschnitzen, Lehm oder Sand. Sie helfen, ein Gefühl fürs Barfusslaufen zu entwickeln.

Gefahren 
Sobald Sie die Schuhe ausgezogen haben, sollten Sie auf spitze Gegenstände, Metallteile, Scherben und Dornen aufpassen. Personen, die gegen Bienen oder Wespenstiche allergisch sind, sollten sehr vorsichtig gehen und vor allem ein Auge auf Blumen haben, denn dort tummeln sich die Insekten meistens.

Bei weiteren Fragen rund um Ihre Gesundheit stehen Ihnen als SWICA-Versicherte die Ärzte und das medizinische Personal der telefonischen Gesundheitsberatung sante24 kostenlos und rund um die Uhr mit fachkundigem Rat zur Verfügung. Auf Wunsch vereinbart sante24 einen Arzttermin. Tel. +41 (0)44 404 86 86
 

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