Reisetipp

Best of Franken

Wer das Frankenland nicht kennt, sollte es bald besuchen – es lohnt sich. Und wer es schon kennt, kommt sowieso wieder zurück. Allein schon der kulinarischen Genüsse wegen, die erstaunlich günstig sind. In Franken ist der Franken noch etwas wert!

Mitten in der Regnitz steht das malerische Alte Rathaus von Bamberg.
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Autor:
Beat A. Stephan

Eine Entdeckungstour durch die fränkischen Städte Nürnberg, Bamberg und Würzburg ist dank guten Zugverbindungen kein Problem. Und wer etwas für seine Fitness tun will, kann sie auf erstklassigen Velowegen erradeln.

Nürnberg: Kleine Bratwürste und ein grosser Weihnachtsmarkt

Nürnberg, das heisst Lebkuchen, Burg und natürlich Christkindlesmarkt. Und nicht zu vergessen die Nürnberger Bratwürste. Sie sind nur so gross wie ein kleiner Finger. Dafür um so feiner. Und am Festtag gibt’s fränkischen Sonntagsbraten an herzhafter Lebkuchensauce mit Kartoffelklössen. Ein Erlebnis!

Nürnberg ist reich an Kultur. Wer nur kurze Zeit in der Halbmillionenstadt verbringen kann, sollte unbedingt die Kaiserburg, das Germanische Nationalmuseum und das Albrecht-Dürer-Haus besuchen, in dem das malende Universalgenie lebte. Von Nürnberg nach Bamberg gelangt man mit dem Velo dem Fluss entlang auf dem Regnitz-Radweg.

Bamberg: Raffinierte Biere und eine bedeutende Altstadt

Bamberg ist das Paradies für Bierliebhaber. 300 Brauereien zählt Franken und hat damit die höchste Bauereidichte Europas. Allein in Bamberg werden 50 verschiedene Biere gebraut! Der berühmteste dieser Säfte ist das Bamberger Rauchbier, das man zu einer fränkischen Brotzeit mit Rettich, Schinken und Bauernbrot geniessen kann. Und zwar geht man dazu «auf» den Keller. Aber keine Angst, das Bier wird nicht im Dunkeln getrunken. So nennt man in der Gegend die Biergärten.

In der Bierstadt wird auch mit Bier gekocht: Im «Bierkulinarium» gibt’s Biersuppe nach Urgrossmutter Art, im «Spezial» und «Schlenkerla» Bamberger Bierhaxe an Rauchbiersauce.

Bamberg ist nicht nur kulinarisch, sondern auch geschichtlich interessant. Nicht umsonst gehört die intakte Altstadt zum Weltkulturerbe der Unesco. Zu den bedeutendsten Baudenkmälern der auf sieben Hügeln gebauten Stadt gehört der viertürmige Kaiserdom, in dem der Bamberger Reiter steht. Er stellt, so vermuten Wissenschaftler, den Heiligen Stephan von Ungarn dar.

Einmalig ist Bambergs Altes Rathaus, denn es steht mitten auf einer künstlichen Insel in der Regnitz. Die Einheimischen behaupten, man habe diesen Standort gewählt, weil die beiden Seiten sich nicht einigen konnten, an welchem Ufer das Gebäude stehen solle. Von Bamberg kann man auf dem Main-Radweg mit dem Velo nach Würzburg pedalen.

Würzburg: Edle Weine und eine imposante Residenz

Die Würzburger Residenz thront hoch über der Stadt. Dass sie welthistorische Bedeutung hat, ist anerkannt – spätestens seit der Prachtbau zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Wer sie besucht, sollte einen Blick nach oben werfen. Es lohnt sich, denn über dem Treppenaufgang befindet sich das berühmte Deckenfresko des Barockmalers Tiepolo. Es ist das grösste der Welt.

Die Barockstadt Würzburg mit ihren vielen Kirchen ist reich an kulturellen Schätzen, so dass es schwer fällt, sie alle zu besichtigen. Was man aber auf keinen Fall verpassen sollte, ist die Riemenschneider-Ausstellung im Mainfränkischen Museum. Kein anderes Museum zeigt mehr Meisterwerke des spätgotischen Bildhauers. Und am Abend erholt man sich bei einem süffigen Frankenwein in einer der gemütlichen Weinstuben.

Fränkisch geniessen

Ente und Truthahn, Semmelknödel oder Rindfleisch mit Meerrettichsauce, Sauerkraut, Karpfen, Kesselfleisch und Lebkuchen, Spargel, leichte Weissweine, Grünkern und feine Pralinés: Die fränkische Küche ist vielfältig. Wer sie kennenlernen möchte, kann die Broschüre «Franken – Land der Genüsse» auf www.franken-geniesserland.de herunterladen.

Berühmt sind die Weihnachtsmärkte im Frankenland. Der Nürnberger Christkindlesmarkt findet vom 26. November bis 24. Dezember statt, der Bamberger Weihnachstmarkt vom 25. November bis 23. Dezember, der Würzburger Weihnachtmarkt vom 26. November bis 23. Dezember.

Anreise: Nürnberg, Bamberg und Würzburg sind mehrmals täglich ab der Schweiz erreichbar.

Detaillierte Informationen erhalten Sie auf untenstehenden Links

Quelle GP, Bild Frankentourismus

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